Wien: Hofbibliothek

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Ort: Wien
Art: Nationalbibliothek
Baustil: Barock
Architekt: Johann Bernhard Fischer von Erlach
Fertiggestellt/Eröffnet:1726
Person: Karl VI.
Fotograf: Bruno Reiffenstein
Druck: Ohwala’s Druck
Datierung (Karte): 1921-1930 (ca.)

Für die Hofbibliothek, deren Ursprung in der kaiserlichen Bibliothek des Mittelalters liegt, ließ Kaiser Karl VI. zu Beginn des 18. Jahrhunderts eigens einen neuen Trakt an die Hofburg anbauen. 1726 wurde der Prunksaal fertiggestellt, der von Johann Bernhard Fischer von Erlach begonnen und nach dessen Tod von seinem Sohn vollendet wurde. 1769 wurde das Gebäude verstärkt, um einen wegen des Gewichts der Bücher drohenden Einsturz zu verhindern. Der Prunksaal erinnert als Zentralbau mit einer Kuppel an einen Musentempel und greift damit Leibnitzsches Gedankengut für den Bau einer Bibliothek auf. Architektonisch orientiert sich der Raum, der oft als schönster historischer Bibliothekssaal der Welt bezeichnet wird, an der Königlichen Bibliothek des Escorial in Madrid. Die Deckenfresken stammen von Daniel Gran und stellen den Triumph der Gelehrsamkeit über Neid und Unwissen dar.

Admont: Stiftsbibliothek

Admont: Stiftsbibliothek
admont_stiftsbibliothek_r Ort: Admont
Art: Klosterbibliothek (Benediktiner)
Baustil: Barock
Architekt: Josef Hueber
Fertiggestellt/Eröffnet: 1776
Verlag: Stengel & Co.
Signatur: 3823
Bemerkung: Geteilte Rückseite
Datierung (Karte): ca.  1910? (Angabe auf der Karte: 1900)

Die 1776 fertiggestellte spätbarocke Bibliothek des Benediktinerstifts Admont ist die größte Klosterbibliothek der Welt. Sieben Kuppeln überwölben den in drei Abschnitte gegliederten, lichtdurchfluteten Raum, dessen Konzept von der Aufklärung geprägt ist: „Wie den Verstand soll auch den Raum Licht erfüllen.“ Der Baumeister Josef Hueber ließ sich für den Raum von der Hofbibliothek in Wien inspirieren.

Leobendorf: Burg Kreuzenstein

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Ort: Leobendorf
Art: Privatbibliothek
Baustil: Historismus
Architekt: Carl Gangolf Kayser
Fertiggestellt/Eröffnet: 1901
Person: Johann Nepomuk Wilczek
Verlag: Österreichische Lichtbildstelle
Bemerkung: Südtrakt. Längsdurchblick aus halber Tiefe auf die Ostwand
Datierung (Karte): vor 1933 (Foto: 1901)

An der Stelle einer mittelalterlichen Burg, die im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde, ließ der österreichische Polarforscher und Kunstmäzen Hans Graf Wilczek zwischen 1874 und 1906 die Burg in der Nähe von Leobendorf errichten. Sie sollte seine umfangreiche Kunstsamlung beherbergen. Architekt des romantisierenden Baus war Carl Gangolf Kayser, der zuvor Hofarchitekt für Kaiser Maximilian I. von Mexiko gewesen war. Die Burg diente vielfach als Filmkulisse. Im Jahr 2009 wurde aus der Bibliothek eine Schedelsche Weltchronik von 1493 gestohlen, seitdem ist die Bibliothek nicht mehr Teil der Burgführung.