Stift St. Florian: Stiftsbibliothek

Stift St. Florian: Stiftsbibliothek
Stift_St_Florian_Bibliothek_r Ort: St. Florian
Art: Klosterbibliothek (Augustiner-Chorherren)
Baustil: Barock
Architekt: Johann Gotthard Hayberger
Fertiggestellt/Eröffnet: 1751
Verlag: Druckerei Prietzel
Fotograf: J. Leitenmüller (evtl.)
Signatur: 850
Datierung (Karte): 1922

Das Augustiner-Chorherrenstift Sankt Florian unweit Linz ist eines der bekanntesten Barockklöster Oberösterreichs. Das Kloster geht auf eine Gründung aus dem 11. Jahrhundert zurück, die barocken Bauwerke entstanden zwischen 1686 und 1750. Die 1751 vollendete Stiftsbibliothek ist eine der geschichtsträchtigsten Klosterbibliotheken Österreichs, sie enthält an die 150.000 Bände. Baumeister des Bibliothekssaals war Johann Gotthard Hayberger, teilweise nach Plänen von Jakob Prandtauer. Das Deckenfresko stammt von Bartolomeo Altomonte (1694-1783), der als letzter großer Vertreter der Barockallegorie gilt. Musikliebhabern ist St. Florian im Zusammenhang mit Anton Bruckner bekannt, der hier in den Jahren 1848-1855 als Organist wirkte.

Link: Augustiner-Chorherrenstift St. Florian – Stiftsbibliothek

Stiftsbibliothek Kremsmünster

Stiftsbibliothek Kremsmünster
kremsmuenster_r Ort: Kremsmünster
Art: Klosterbibliothek (Benediktiner)
Baustil: Barock
Architekt: Carlo Antonio Carlone und Jakob Prandtauer
Fertiggestellt/Eröffnet: 1680er Jahre
Verlag: Alpenländische Postkarten-Industrie (Ferdinand Strehl)
Signatur: 1315
Gelaufen: 1934

Das Benediktinerkloster wurde 777 vom bayerischen Herzog Tassilo III. gegründet. Die Gebäude entstanden ab der Mitte des 17. Jahrhunderts unter den Architekten Carlo Antonio Carlone und Jakob Prandtauer. Die barocke Stiftsbibliothek ist eine der größten und ältesten Österreichs. Sie erstreckt sich auf einer Länge von 65 Metern über vier Säle und beherbergt an die 160.000 Bände, darunter als größte Kostbarkeit den um das Jahr 800 entstandenen Codex Millenarius.

Link: Stift Kremsmünster – Bibliothek

Wien: Österreichische Nationalbibliothek

Wien: Hofbibliothek, Augustiner-Lesesaal wien lesesaal r
Ort: Wien
Art: Nationalbibliothek
Fertiggestellt/Eröffnet: 1829
Verlag: Postkartenverlag Brüder Kohn
Signatur: 873
Gelaufen: 1915

Der Augustiner-Lesesaal befindet sich in dem der Hofbibliothek benachbarten ehemaligen Kloster der Augustiner-Barfüßer. 1829 wurde der Raum, in dem sich auch vorher eine Bibliothek befunden hatte, von der Hofbibliothek angemietet, da der Prunksaal nicht mehr genügend Platz für die Bestände bot. Das Deckengemälde „Parnaß und die vier Fakultäten“ stammt von Johann Bergl (1773, verändert 1775).

Link: https://www.onb.ac.at/bibliothek/sammlungen/handschriften-und-alte-drucke/ueber-die-sammlung/augustinerlesesaal/

Wien: Hofbibliothek

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Ort: Wien
Art: Nationalbibliothek
Baustil: Barock
Architekt: Joh. Bernh. Fischer von Erlach
Fertiggestellt/Eröffnet:1726
Fotograf: Bruno Reiffenstein
Druck: Ohwala’s Druck
Datierung (Karte): 1921-1930 (ca.)

Für die Hofbibliothek, deren Ursprung in der kaiserlichen Bibliothek des Mittelalters liegt, ließ Kaiser Karl VI. zu Beginn des 18. Jahrhunderts eigens einen neuen Trakt an die Hofburg anbauen. 1726 wurde der Prunksaal fertiggestellt, der von Johann Bernhard Fischer von Erlach begonnen und nach dessen Tod von seinem Sohn vollendet wurde. 1769 wurde das Gebäude verstärkt, um einen wegen des Gewichts der Bücher drohenden Einsturz zu verhindern. Der Prunksaal erinnert als Zentralbau mit einer Kuppel an einen Musentempel und greift damit Leibnitzsches Gedankengut für den Bau einer Bibliothek auf. Architektonisch orientiert sich der Raum, der oft als schönster historischer Bibliothekssaal der Welt bezeichnet wird, an der Königlichen Bibliothek des Escorial in Madrid. Die Deckenfresken stammen von Daniel Gran und stellen den Triumph der Gelehrsamkeit über Neid und Unwissen dar.

Link: Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek

Admont: Stiftsbibliothek

Admont: Stiftsbibliothek
admont_stiftsbibliothek_r Ort: Admont
Art: Klosterbibliothek (Benediktiner)
Baustil: Barock
Architekt: Josef Hueber
Fertiggestellt/Eröffnet: 1776
Verlag: Stengel & Co.
Signatur: 3823
Bemerkung: Geteilte Rückseite
Datierung (Karte): ca.  1910? (Angabe auf der Karte: 1900)

Die 1776 fertiggestellte spätbarocke Bibliothek des Benediktinerstifts Admont ist die größte Klosterbibliothek der Welt. Sieben Kuppeln überwölben den in drei Abschnitte gegliederten, lichtdurchfluteten Raum, dessen Konzept von der Aufklärung geprägt ist: „Wie den Verstand soll auch den Raum Licht erfüllen.“ Der Baumeister Josef Hueber ließ sich für den Raum von der Hofbibliothek in Wien inspirieren.

Leobendorf: Burg Kreuzenstein

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Ort: Leobendorf
Art: Privatbibliothek
Baustil: Historismus
Architekt: Carl Gangolf Kayser
Fertiggestellt/Eröffnet: 1901
Person: Johann Nepomuk Wilczek
Verlag: Österreichische Lichtbildstelle
Bemerkung: Südtrakt. Längsdurchblick aus halber Tiefe auf die Ostwand
Datierung (Karte): vor 1933 (Foto: 1901)

An der Stelle einer mittelalterlichen Burg, die im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde, ließ der österreichische Polarforscher und Kunstmäzen Hans Graf Wilczek zwischen 1874 und 1906 die Burg in der Nähe von Leobendorf errichten. Sie sollte seine umfangreiche Kunstsamlung beherbergen. Architekt des romantisierenden Baus war Carl Gangolf Kayser, der zuvor Hofarchitekt für Kaiser Maximilian I. von Mexiko gewesen war. Die Burg diente vielfach als Filmkulisse. Im Jahr 2009 wurde aus der Bibliothek eine Schedelsche Weltchronik von 1493 gestohlen, seitdem ist die Bibliothek nicht mehr Teil der Burgführung.