Jefferson City: Carnegie Library

Jefferson City: Carnegie Library
Jefferson City Carnegie Library r Ort: Jefferson City
Art: Öffentliche Bibliothek
Baustil: Beaux-Arts-Architektur
Architekt: Frank Miller und Charles Opel
Fertiggestellt/Eröffnet: 1902
Person: Andrew Carnegie
Verlag: American News Co.
Bemerkung: Litho-Chrome
Signatur: C 3879 / 126447
Gelaufen: 1908

Die Carnegie-Bibliothek von Jefferson City wurde 1902 mit Mitteln des Philanthropen Andrew Carnegie erbaut. Die Architekten waren Frank B. Miller und Charles A. Opel aus Jefferson City. Der Vater von Charles Opel (1857-1915), Adam Opel, war ein Zimmermann und Kunsttischler, der 1821 in München geboren wurde und 1849 mit seiner Familie nach Amerika auswanderte, wo er am Bürgerkrieg teilnahm und später Mitglied des Stadtrats von Jefferson City wurde. Das Gebäude der Carnegie-Bibliothek wurde bis 1975 als Bibliothek genutzt. Als sie in ein neuerbautes größeres Gebäude umzog, sollte das alte eigentlich abgerissen werden, was gerade noch verhindert werden konnte. Heute befinden sich dort Behörden.

Link: Geschichte der Bibliothek

Schloss Coppet

Schloss Coppet: Bibliothek (Empire)
Schloss Coppet Bibliothek r Ort: Coppet
Art: Privatbibliothek
Baustil: Empire
Fertiggestellt/Eröffnet: 1818
Person: Auguste Louis de Stae͏̈l-Holstein
Verlag: Phot. Edit. O. Sartori, Lausanne
Signatur: 3250
Datierung (Karte): vor 1918

Schloss Coppet im Kanton Waadt in der Schweiz erlangte Bekanntheit durch die französische Schriftstellerin Germaine de Staël, die hier während der Napoleonischen Zeit einen geistig-literarischen Kreis um sich versammelte und bedeutende Zeitgenossen wie Chateaubriand oder Lord Byron empfing. In der „Grande Gallerie“ im Erdgeschoss, wo sie ihre Gäste mit Theateraufführungen unterhielt, ließ ihr Sohn Auguste Louis de Stae͏̈l-Holstein (1790-1827) im Jahr 1818 von dem Schreiner Samuel Chouet eine Bibliothek im Empire-Stil einrichten. Auf den Vitrinen sind Büsten berühmter Männer wie Homer, Vergil und Diderot aufgestellt. Die Bücher von Madame de Staël und ihrem Vater Jacques Necker, der französischer Finanzminister unter Ludwig XVI. gewesen war, kamen 1830 in den Besitz von Achille-Léon-Victor de Broglie, dem Schwager von Auguste Louis. Sie befinden sich seitdem im Schloss Broglie in der Normandie.

Link: The Chateau of Coppet
Link: Le coordinateur des collecteurs bibliques

Bologna: Universitätsbibliothek (Aula Magna)

Bologna Universitaetsbibliothek Aula Magna
Bologna Universitaetsbibliothek Aula Magna r Ort: Bologna
Art: Hochschulbibliothek
Baustil: Barock
Architekt: Carlo Francesco Dotti
Fertiggestellt/Eröffnet: 1744
Person: Benedikt XIV.
Datierung (Karte): ca. 1920er Jahre

Die Universität Bologna ist die älteste Universität Europas, vielleicht sogar der Welt. Die Universitätsbibliothek geht auf die Akademie der Wissenschaften (Academia delle Scienze dell’Istituto di Bologna) zurück, an deren Gründung im Jahr 1712 der Gelehrte Luigi Ferdinando Marsigli beteiligt war, der ihr seine Wissenschaftliche Sammlung und seine Bibliothek vermachte. Als Prosper Lambertini, der Erzbischof von Bologna, 1740 zum Papst gewählt wurde, nahm er ein ehrgeiziges Projekt zur Erweiterung der Bibliothek in Angriff, die Errichtung der sog. Aula Magna im Palazzo Poggi. Architekt war Carlo Francesco Dotti. Papst Benedikt XIV. vermachte der Akademie auch seine an die 25.000 Bände zählende Privatbibliothek. Der 1744 fertiggestellte Saal misst 35 x 11 Meter und wird von einer Kuppel gekrönt, die von vier korinthischen Säulen getragen wird. Die Bücherregale aus Walnussholz wurden 1756 von Ercole Lelli geschaffen. Im selben Jahr wurde die Bibliothek der Öffentlichkeit zugänglich gemacht; 1803 wurde sie in die Universität integriert. Die Aula Magna diente von 1803-1930 auch als Aula der Universität. Heute finden dort auch Konferenzen, Konzerte und Ausstellungen statt.

Link: Aula Magna (italienisch)
Link: Aula Magna (englisch)

Krakau: Universitätsbibliothek

Krakau: Collegium Maius - Universitätsbibliothek Krakau Collegium Maius Universitätsbibliothek r
Ort: Krakau
Art: Hochschulbibliothek
Baustil: Gotik / Neogotik
Fertiggestellt/Eröffnet: 16./19. Jahrhundert
Person: Tomasz Obiedzinski
Gelaufen: 1905

Die 1364 gegründete Jagiellonen-Universität in Krakau ist die zweitälteste Universität in Mitteleuropa. Das älteste Gebäude und früherer Hauptsitz der Universität ist das sog. Collegium Maius, das vom frühen 16. Jahrhundert bis 1940 auch die Bibliothek beherbergte. Diese befand sich im schönsten Raum des Gebäudes, einem L-förmigen spätgotischen Saal, der auch Libraria oder Obiedzinski-Saal (Sala Obiedzińskiego) genannt wurde, nach dem Theologieprofessor Tomasz Obiedzinski, der die Bibliothek 1515 mit einer großzügigen Schenkung versah. Später wurde das gesamte Collegium Maius von der Bibliothek genutzt. Im 19. Jahrhundert wurde es im neugotischen Stil umgebaut; heute befindet sich darin das Universitätsmuseum. Die frühere Sala Obiedzińskiego ist der Eingang zur Dauerausstellung und wird auch für Sitzungen des Senats der Universität genutzt.

Link: Muzeum Uniwersytetu Jagiellońskiego Collegium Maius
Link: Biblioteka Jagiellońska – Uniwersytetu Jagiellońskiego

Cradock: Public Library

South Africa Cradock Public Library
South Africa Cradock Public Library r Ort: Cradock
Art: Öffentliche Bibliothek
Fertiggestellt/Eröffnet: 1890
Verlag: E. H. K. Turkington & Co
Person: Olive Schreiner
Signatur: 96615
Datierung (Karte): ca. 1900-1910

Die Stadt Cradock im Distrikt Chris Hani am Oberlauf des Great Fish River wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts als militärischer Vorposten gegründet und nach Sir John Francis Cradock benannt, der zwischen 1811 und 1814 Gouverneur der Kapkolonie war. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts staunte der englische Künstler und Forschungsreisende Thomas Baines bei einem Besuch über die bemerkenswerte englisch und holländisch beeinflusste Architektur der Stadt. 1867 wurde die Niederländisch-reformierte Kirche erbaut, die der Kirche St Martin-in-the-Fields am Trafalgar Square in London nachempfunden ist. Gegenüber befindet sich die Öffentliche Bibliothek aus dem Jahr 1890 (1985 erweitert). In ihr befindet sich unter anderem die „Olive Schreiner Collection“. Olive Schreiner (1855-1920) war eine südafrikanische Schriftstellerin, Feministin und Pazifistin, die zeitweise in Cradock gelebt hatte und auf einer Farm in der Nähe begraben ist.

Link: Cradock
Link: Olive Schreiner

Den Haag: Königliche Bibliothek der Niederlande

Den Haag: Königliche Bibliothek der Niederlande (Huis Huguetan)
Den_Haag_Koenigliche_Bibliothek_r Ort: Den Haag
Art: Nationalbibliothek
Architekt: Daniel Marot
Baustil: Barock
Fertiggestellt/Eröffnet: 1736/18121
Verlag: Nijgh & Van Ditmar
Signatur: 401227
Datierung (Karte): ca. 1920er Jahre

Die Königliche Bibliothek der Niederlande geht auf die Privatsammlung von Wilhelm V. Batavus Prinz von Oranien zurück, der ab 1751 Statthalter der Niederlande war, bevor er 1795 von den Franzosen vertrieben wurde und nach England floh. 1806 erhielt die Bibliothek den Namen „Koninklijke Bibliotheek“, 1982 wurde sie die Nationalbibliothek der Niederlande. Von 1821 bis 1982 befand sich die Königliche Bibliothek in einem Stadtpalast an der Lange Voorhout 34 , dem „Haus Huguetan“ (Huis Huguetan). Dieses war ab 1734 für die reiche Bankierstochter Adriana Margaretha Huguetan erbaut worden, eine Hugenottin. Architekt war der Franzose Daniel Marot (1661–1752), ebenfalls ein Hugenotte, der mit seiner Familie nach der Rücknahme des Edikts von Nantes im Jahr 1685 nach Holland emigriert war. Marot brachte den Hofstil Ludwigs XIV. mit nach Holland und England (Stil „William and Mary“). Heute dient das Gebäude als Museum.

Link: History of the KB
Link: Haus Huguetan

Honolulu: Library of Hawaii

Honolulu: Hawaii State Library
Honolulu - Library of Hawaii r Ort: Honolulu
Art: Öffentliche Bibliothek
Baustil: Klassizismus
Architekt: Henry D. Whitfield
Fertiggestellt/Eröffnet: 1913
Verlag: Island Curio Co.
Signatur: 24516
Datierung (Karte): ca. 1920er Jahre

 Das Gebäude der Hawaii State Library wurde nach zwei Jahren Bauzeit im Jahr 1913 eröffnet. Es liegt im Hawaii Capital Historic District neben dem ʻIolani-Palast und dem Hawaii State Capitol. Dem Gouverneur von Hawaii Walter F. Frear war es 1909 gelungen, den Philanthropen Andrew Carnegie dazu zu bewegen, 100.000 Dollar für den Bau zu stiften. Carnegie hatte sich dafür ausbedungen, dass sein Schwager, der New Yorker Architekt Henry D. Whitfield, den Auftrag erhielt. 1930 wurde das Gebäude erweitert (Architekt:  C.W. Dickey), ein weiterer Anbau erfolgte 1992.

 Link: Society of Architectural Historians (SAH): Archipedia – Hawaii State Library