Bremen: Stadtbibliothek

Stadtbibliothek Bremen
Stadtbibliothek Bremen r Ort: Bremen
Art: Öffentliche Bibliothek
Baustil: Neorenaissance
Architekt: Johann Georg Poppe
Fertiggestellt/Eröffnet: 1897
Verlag: R. Lederbogen, Halberstadt
Signatur: 921
Gelaufen: 1900

Die Stadtbibliothek am Breitenweg (seit 1927 „Staatsbibliothek Bremen“) wurde 1897 nach Plänen des Architekten Johann Georg Poppe errichtet, des bekanntesten Architekten des Historismus in Bremen. Sein Markenzechen waren mit Ornamenten überladene Fassaden, die sogar ein Todesopfer forderten – im Jahr 1912, als ein Passant von einem herabfallenden Steinbrocken der Baumwollbörse getroffen wurde. Das Gebäude der Stadtbibliothek orientiert sich an der Weserrenaissance des 17. Jahrhunderts. Es wurde im Zweiten Weltkrieg beschädigt und musste 1999 einem Großkino weichen.

Link: Johann Georg Poppe

Bergen: Öffentliche Bibliothek

Bergen: Öffentliche Bibliothek (Olaf Nordhagen)
Bergen Öffentliche Bibliothek r Ort: Bergen
Art: Öffentliche Bibliothek
Baustil: Neoromanik
Architekt: Olaf Nordhagen
Fertiggestellt/Eröffnet: 1917
Verlag: Mittet & Co.
Signatur: 038
Gelaufen: 1925

Die Öffentliche Bibliothek von Bergen (Bergen Offentlige Bibliotek) wurde 1872 gegründet und ist die zweitgrößte Öffentliche Bibliothek Norwegens. 1906 wurde ein Wettbewerb für ein eigenes Bibliotheksgebäude ausgeschrieben, den der Architekt Olaf Nordhagen gewann. Das neoromanische Gebäude mit Jugendstil-Elementen wurde 1917 fertiggestellt und bedeutete den Durchbruch für Nordhagen.

Link: Artikel von Erlend Lund über den Architekten Olaf Nordhagen

Manchester: Ashburne Hall

Manchester: Ashburne Hall - Library
Manchester Ashburne Hall Library r Ort: Manchester
Fertiggestellt/Eröffnet: 1925
Person: John Morley
Verlag: Marshall, Keene & Co.
Datierung (Karte): 1921-1930 (ca.)

Ashburne Hall ist eine Unterkunft für Studentinnen der Universität Manchester und befindet sich auf dem Fallowfield Campus. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1827 und war ursprünglich der Wohnsitz eines Baumwollhändlers, genannt „The Oaks“. Seit 1910 im Besitz der Universität, wurde Ashburne Hall in den folgenden Jahren umgebaut und erweitert. Der „Central block“ wurde 1924 erbaut, um die Privatbibliothek des bekannten Publizisten und Politikers John Morley aufzunehmen, der 1923 gestorben war und seine umfangreiche Bibliothek Ashburne Hall vermacht hatte.

Link: Historic England – Ashburne Hall
Link: John Morley, 1st Viscount Morley of Blackburn (Wikipedia)

Toronto: Universitätsbibliothek

Toronto: Universitätsbibliothek (heute Gerstein Science Information Centre)
Toronto Universitätsbibliothek r Ort: Toronto
Art: Hochschulbibliothek
Baustil: Richardsonian Romanesque
Architekt: David B. Dick
Fertiggestellt/Eröffnet: 1892
Verlag: Valentine’s Co.
Signatur: 109,204
Datierung (Karte): vor 1924

Die Bibliothek wurde 1892 eröffnet, nachdem ein Feuer zwei Jahre zuvor große Teile von University College zerstört hatte, wobei mehr als 33.000 Bände verbrannten. Kurz darauf begann eine internationale Spendenaktion, an der sich selbst Königin Viktoria und Kaiser Wilhelm beteiligten. Architekt des neoromanischen Gebäudes war David Brach Dick (1846-1925), der sich für den Turm der Bibliothek von der Ruine von Kelso Abbey in seiner schottischen Heimat inspirieren ließ. Die neueröffnete Bibliothek enthielt schon bald mehr Bände als vor dem Brand, so dass 1910 ein Anbau errichtet werden musste. Bis 1973 war die Bibliothek die Hauptbibliothek der Universität Toronto, danach zogen die geistes- und sozialwissenschaftlichen Bestände in die neuerbaute Robarts Library. In dem Gebäude verblieben die naturwissenschaftlichen Bücher. Heute trägt die Bibliothek den Namen „Gerstein Science Information Centre“.

Link: Gerstein Science Information Centre

Erfurt: Stadtbücherei

Stadtbücherei Erfurt - Erfurter Waage
Stadtbücherei Erfurt - Erfurter Waage r Ort: Erfurt
Art: Öffentliche Bibliothek
Verlag: Keysersche Buchhandlung
Signatur: 10 67675
Datierung (Karte): ca. 1908-1910

Die heutige Stadt- und Regionalbibliothek Erfurt blickt auf eine lange und vielschichtige Geschichte zurück. Mehrere Bibliotheken sind in sie eingeflossen, darunter die Wissenschaftliche Bibliothek der Stadt Erfurt, die wiederum auf die 1407 gegründete Universitätsbibliothek und auf zahlreiche kirchliche und Privatbibliotheken zurückgeht. 1768 bezog sie das markante Gebäude der „Erfurter Waage“ am Anger, ein in den Jahren 1706 bis 1712 als kurmainzischer Pack- und Waagehof erbautes fränkisch beeinflusstes Barockgebäude (Auf dieser Karte zu sehen). Ab 1908 nannte sie sich „Stadtbücherei“. 1935 zog die Bibliothek aus der Alten Waage, die sie sich lange Zeit mit dem Museum teilte, aus und bezog im Jahr darauf das Collegium Maius, das ehemalige Hauptgebäude der Alten Universität Erfurt. Das rekonstruierte Collegium Maius ist heute Sitz des Landeskirchenamts der EKM, die „Alte Waage“ am Anger beherbergt das Angermuseum – und die Bibliothek befindet sich seit 1966 im Haus „Zum Goldenen Einhorn“ am Domplatz.

Link: Handbuch der historischen Buchbestände: Stadt- und Regionalbibliothek Erfurt

San Rafael: Carnegie Library

San Rafael Public Library
San Rafael Public Library r Ort: San Rafael
Art: Öffentliche Bibliothek
Baustil: Neoklassizismus
Architekt: Reid & Reid
Fertiggestellt/Eröffnet: 1909
Verlag: Richard Behrendt
Signatur: 1161
Datierung (Karte): um 1910

Die Öffentliche Bibliothek von San Rafael im Marin County in Kalifornien wurde 1909 eröffnet. Architekten des Gebäudes im Stil des „Classical Revival (Type A)“ waren die Brüder James William Reid und Merritt Jonathan Reid. Den Zuschuss der Carnegie-Stiftung in Höhe von 25.000 Dollar hatte der Politiker und Bundesrichter William W. Morrow (1843-1929) eingefädelt, der ein Freund von Andrew Carnegie war.

Link: Brief History of the San Rafael Public Library

Teplá: Stift Tepl

Stift Tepl (Teplá), Klosterbibliothek
Stift_Tepl_Bibliothek_r Ort: Teplá
Art: Klosterbibliothek (Prämonstratenser)
Baustil: Neobarock
Architekt: Josef Schaffer
Fertiggestellt/Eröffnet: 1905
Verlag: Böhmerwald-Ansichtskarteverlag Foto Wolf
Signatur: 1274
Datierung (Karte): ca. 1935

Die im 13. Jahrhundert gegründete Prämonstratenser-Abtei Tepl war im 16. Jahrhundert ein Zentrum der Gegenreformation in Böhmen. Nach zahlreichen Bränden, Zerstörungen und Plünderungen (unter anderem während des 30-jährigen Krieges) wurde das Kloster gegen Ende des 17. und zu Beginn des 18. Jahrhunderts umfassend um- und ausgebaut. Die prachtvolle Klosterbibliothek wurde in den Jahren 1902 bis 1905 nach Plänen des Architekten Josef Schaffer (1862-1938) im neobarocken Stil erbaut. Sie überstand die beiden Weltkriege unbeschadet, erlitt aber in den 1950er Jahren etliche Verluste, als unter der kommunistischen Regierung religiöse Werke aus Bibliotheken gestohlen oder vernichtet wurden.

Link: Teplá – Prämonstratenserkloster