Schloss Hluboká nad Vltavou

Frauenberg Schloss Hluboká nad Vltavou Bibliothek
frauenberg_schloss_hluboka_nad_vltavou_bibliothek_r Ort: Hluboká nad Vltavou (Frauenberg)
Art: Schlossbibliothek
Baustil: Neu-Tudorstil
Architekt: Franz Beer / Ferdinand Deworetzky
Fertiggestellt/Eröffnet: 1871 (?)
Verlag: Orbis
Datierung (Karte): um 1950 (?)

Das in der Nähe von Budweis gelegene Schloss Hluboká (Frauenberg) gehörte von 1660 bis 1947 dem einflussreichen Adelsgeschlecht Schwarzenberg. 1840 begann ein Umbau durch den Architekten Franz Beer (ca. 1804 – 1861). Nach dessen Tod wurde er 1871 von Ferdinand Deworetzky fertiggestellt. Der im Tudorstil gehaltene Bau nach dem Vorbild englischer Herrensitze stellt geradezu ein Musterbeispiel romantischer Schlossbaukunst des 19. Jahrhunderts dar. Die Bibliothek ist der größte Raum im Schloss, die Kassettendecke stammt von der Stammburg der Familie in Schwarzenberg. Der Familienbesitz der Schwarzenbergs, der während der Zeit des Nationalsozialismus enteignet worden war, ging 1947 aufgrund eines eigens dafür erlassenen Gesetzes („Lex Schwarzenberg“) an den tschechoslowakischen Staat über. Nach 1989 erhielt Karl zu Schwarzenberg einen Teil der Besitztümer zurück, verzichtete aber auf Hluboká.

Link: Monuments of the Czech Republik: Chateau Hluboká nad Vltavou

Mol: Abtei Postel

Mol: Abtei Postel
mol abtei postel r Ort: Mol
Art: Klosterbibliothek
Baustil: Rokoko
Fertiggestellt/Eröffnet: 1743/1909 (?)
Verlag: Nels
Signatur: 21
Datierung (Karte): 1920-30 (ca.)

 Die Norbertiner-Abtei Postel wurde im Jahr 1138 von Prämonstratensischen Kanonikern gegründet. Auf der Karte ist die oberhalb des 1743 erbauten Refektoriums befindliche Bibliothek zu sehen. Das italienische Rokoko-Stuckwerk wurde einige Jahre später angefügt. Nachdem sich die Gebäude des Klosters nach der französischen Revolution und fast das ganze 19. Jahrhundert hindurch in Privatbesitz befunden hatten, wurden sie zwischen 1904 und 1909 nach Entwürfen von J. Geerts restauriert. Heute ist die Bibliothek in einem in den Jahren 1956-60 neuerbauten Flügel untergebracht.

Link: Abdij van Postel

Freiburg im Breisgau: Universitätsbibliothek

Universitätsbibliothek Freiburg (Schäfer-Bau)
universitätsbibliothek freiburg r Ort: Freiburg im Breisgau
Art: Hochschulbibliothek
Baustil: Neogotik
Architekt: Carl Schäfer
Fertiggestellt/Eröffnet: 1903
Verlag: Kunstverlag E. Hartmann
Signatur: IX 0314
Datierung (Karte): 1910-1920 (ca.)

Das neogotische Bibliotheksgebäude an der Rempartstraße wurde 1903 eröffnet. Nach der teilweisen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg erhielt es einen modernen Anbau. Mit dem Auszug der Bibliothek im Jahr 1978 wurde es erneut umgebaut und wird seitdem als Kollegiengebäude IV genutzt.

Link: Future History – Uni-Bibliothek 1911

Stift Schlierbach: Bibliothek

Stift Schlierbach: Bibliothek
stift schlierbach bibliothek r Ort: Schlierbach
Art: Klosterbibliothek
Baustil: Barock
Architekt: Carlo Antonio Carlone
Fertiggestellt/Eröffnet: 1712
Signatur: 1252
Bemerkung: Korrespondenz-Karte
Datierung (Karte): um 1900
Gelaufen: 1919

Die Bibliothek in der Zisterzienser-Abtei Schlierbach wurde 1712 von dem italienischen Baumeister Carlo Antonio Carlone erbaut. Auf kreuzförmigem Umriss erhebt sich der barocke Prunkraum mit umlaufender Galerie auf korinthischen Holzsäulen, die vermutlich von dem Linzer Baumeister Johann Michael Prunner stammt. Den Raum ziert ein Deckenfresko eines unbekannten Malers mit verschiedenen Szenen aus der Bibel und den Apokryphen, darunter Salomon und die Königin von Saba mit dem Vers aus Sprüche 9, 1: „Sapientia aedivicavit sibi domum“ („Die Weisheit hat ihr Haus gebaut“).

Link: Stift Schlierbach

Amiens: Bibliothèque Louis Aragon

Amiens: Bibliothèque Louis Aragon
Amiens Bibliotheque Louis Aragon r Ort: Amiens
Art: Öffentliche Bibliothek
Baustil: Klassizismus
Architekt: François-Auguste Cheussey
Fertiggestellt/Eröffnet: 1823
Verlag: Edition E. Harmignies
Signatur: 23
Datierung (Karte): ca. 1920er Jahre

Das klassizistische Gebäude wurde 1823 von dem Architekten François-Auguste Cheussey erbaut. Es sollte die umfangreichen Bestände aufnehmen, die der Stadt im Zuge der Enteignung von Klöstern während der Französischen Revolution zugefallen waren. (Ein erster Plan hatte vorgesehen, zu diesem Zweck das Rathaus um ein Stockwerk zu erhöhen). Die Bibliothek ist eine der ältesten öffentlichen Bibliotheken Frankreichs. Die Büste im Vordergrund zeigt den Bürgermeister von Amiens, Frédéric Petit (1836-1895). Sie stammt von dem Bildhauer Albert Roze und wurde 1897 aufgestellt. Im Jahr 1900 wurde das Hauptgebäude der Bibliothek um zwei Flügel erweitert. Heute trägt die Bibliothek den Namen des französischen Dichters und Schriftstellers Louis Aragon.

Link: Louis Aragon Library

Veroli: Biblioteca Giovardiana

Veroli: Biblioteca Giovardiana (1773)
Veroli Biblioteca Giovardiana r Ort: Veroli
Art: Öffentliche Bibliothek
Architekt: Niccolò Fagioli
Fertiggestellt/Eröffnet: 1773
Person: Vittorio Giovardi
Verlag: Fotocelere
Signatur: 16
Datierung (Karte): 1934

Die Biblioteca Giovardiana geht auf den aus Veroli stammenden Gelehrten Vittorio Giovardi (1699-1785) zurück, der seine reichhaltige Sammlung von Büchern und Manuskripten seiner Heimatstadt stiftete. Sie wurde 1773  im bischöflichen Seminar im Stadtteil Castello an der Piazza Santa Maria Salome untergebracht. Die beiden dafür von dem römischen Architekten Niccolò Fagioli ausgestatteten Räume (Lesesaal und Raum für Manuskripte) sind noch heute unverändert erhalten.

Link: Biblioteca Giovardiana

Preston: Harris Free Library

Preston: Harris Free Library and Town Hall
Preston Harris Free Library r Ort: Preston
Art: Öffentliche Bibliothek
Baustil: Neoklassizismus
Architekt: James Hibbert
Fertiggestellt/Eröffnet: 1893
Person: Edmund Robert Harris
Verlag: Frederick Hartmann
Signatur: 2370. 1.
Datierung (Karte): ca. 1902-1909

Im 19. Jahrhundert gab es in Preston das Bestreben, ein Museum und eine Öffentliche Bibliothek zu gründen. Mittel dafür wurden seit den 1850er Jahren gesammelt. 1877 vermachte der Jurist Edmund Robert Harris 300.000 Pfund für diesen Zweck, woraufhin eine Leihbibliothek und ein Museum gegründet wurden. 1893 bezogen sie das imposante neoklassizistische Gebäude, das von dem Architekten James Hibbert entworfen wurde. Der neoklassizistische Stil galt in dieser Zeit schon als ein wenig veraltet im Vergleich zum neogotischen Stil, in dem das benachbarte Rathaus erbaut wurde (auf der Karte rechts zu sehen). Dessen Architekt war George Gilbert Scott, von dem auch der Bahnhof St Pancras in London stammt. Um einen zu starken Kontrast zwischen den beiden stilistisch so unterschiedlichen Gebäuden zu vermeiden, wurde die Bibliothek extra ein wenig abgesetzt vom Rathaus gebaut.

Link: The history of the Harris
Link: Architecture of the Harris building