Paris: Musée Guimet

Paris Musee Guimet Bibliotheque
Paris Musee Guimet Bibliotheque r Ort: Paris
Art: Museumsbibliothek
Baustil: Neoklassizismus
Architekt: Jules Chatron
Fertiggestellt/Eröffnet: 1889
Person: Émile Guimet
Verlag: Levy & Neurdein Reunis
Signatur: 2
Datierung (Karte): nach 1919

Das Musée Guimet ist ein Museum für asiatische Kunst, das auf den Industriellen und Forchungsreisenden Émile Guimet (1836-1918) zurückgeht. Guimet stammte aus Lyon, sein Vater war Chemiker und hatte ein Verfahren zur künstlichen Herstellung von Ultramarinblau entwickelt. Émile studierte ebenfalls Chemie und stieg zunächst in die Firma seines Vaters ein, interessierte sich jedoch mehr für Kunst und Musik und unternahm mehrere Forschungsreisen in den Fernen Osten, wo er sich mit religionsgeschichtlichen Studien beschäftigte. Von diesen Reisen brachte er zahlreiche Kunstschätze mit, die 1879 in Lyon in einem Museum ausgestellt wurden, das der mit Guimet befreundete Lyoner Architekt Jules Chatron entworfen hatte. 1889 verlegte Guimet den größten Teil der Sammlung nach Paris. Das neue Museum im 16. Arrondissement wurde nach denselben Plänen wie das in Lyon gebaut, das Kernstück bildete die Rotunde der Bibliothek. Hier wurden ab 1891 auch buddhistische Zeremonien abgehalten, und am 13. März 1905 fand in der Rotunde eine besondere Tanzdarbietung statt: eine gewisse Lady MacLeod, die angab, aus Indien bzw. Indonesien zu stammen, bot auf Einladung von Guimet vor einem ausgesuchten Publikum vermeintliche indische Tempeltänze dar. In Wahrheit stammte die Tänzerin aus Leeuwarden in den Niederlanden, was jedoch erst später bekannt wurde. Der Auftritt in der Bibliothek des Musée Guimet markierte den Beginn ihrer Karriere – seit diesem Tag nannte sie sich Mata Hari.

Link: Musée Guimet – La bibliothèque historique

Detroit: Public Library

Detroit Public Library
Detroit Public Library r Ort: Detroit, Michigan (USA)
Art: Öffentliche Bibliothek
Baustil: Beaux-Arts-Architektur
Architekt: Cass Gilbert
Fertiggestellt/Eröffnet: 1921
Person: Andrew Carnegie
Verlag: The Detroit Publishing Co.
Signatur: 72253
Druckverfahren: Phostint
Datierung (Karte): ca. 1920er Jahre

Das Geäude der Detroit Public Library an der Woodward Avenue wurde 1921 eröffnet und ersetzte ein älteres Bibliotheksgebäude, die 1877 eröffnete Centre Park Library. Einen Teil der Mittel für den Neubau stiftete Andrew Carnegie im Jahr 1910; drei Jahre später wurde ein Architekturwettbewerb abgehalten, den der prominente Architekt Cass Gilbert (1859-1934) gewann. Sein Gebäude im Stil der italienischen Frührenaissance erhebt sich auf terrassiertem Gelände, den Mittelpunkt der symmetrischen Fassade aus weißem Marmor bildet die durch ionische Pilaster gegliederte Loggia. Wegen finanzieller Schwierigkeiten und kriegsbedingt verzögerte sich der Bau, so dass die Eröffnung erst 1921 erfolgte. Das Gebäude galt damals als das schönste in Detroit. Nach Geoffrey Blodgett (1999) spiegeln Gilberts öffentliche Gebäude im Stil der Beaux-Arts-Architektur das optimistische amerikanische Bewusstsein wieder, Erbe griechischer Demokratie, römischen Rechts und des Humanismus der Renaissance zu sein*. Anfang der 1960er Jahre wurde das Gebäude um zwei Flügel erweitert, nach einem Entwurf von Gilberts Sohn Cass Gilbert Jr. und Francis J. Keally.

Die Karte ist im sog. „Phostint-Verfahren“ gedruckt, einer Weiterentwicklung des schweizerischen Photochromdrucks durch die Firma Detroit Publishing Company.

*Geoffrey Blodgett: Cass Gilbert: The Early Years. Minnesota Historical Society Press, 1999

Link: Cass Gilbert Society: Detroit Public Library

London: National Liberal Club

London: National Liberal Club, Gladstone Library

London National Liberal Club Library r

Ort: London
Baustil: Neorenaissance
Architekt: Alfred Waterhouse
Fertiggestellt/Eröffnet: 1887
Person: William Ewart Gladstone
Signatur: H.93
Datierung (Karte): ca. 1920er Jahre

Der National Liberal Club ist ein Gentlemen’s Club in London, der 1882 von dem liberalen Politiker William Ewart Gladstone gegründet wurde. An prominenter Stelle in Whitehall wurde 1884-1887 ein repräsentatives Gebäude im Stil der Neorenaissance erbaut, es ist eines der Hauptwerke des Architekten Alfred Waterhouse, der selbst Mitglied der Liberal Party war. Waterhouse entwarf auch die Inneneinrichtung, die von gußeisernen, mit Keramik verkleideten Säulen geprägt ist. Das Gebäude war das erste in London, das einen Aufzug enthielt und vollständig elektrisch beleuchtet wurde. Zu den ursprünglichen Zielen des Clubs gehörte auch die Einrichtung einer Bibliothek, die nach Gladstone benannt wurde und über 30.000 Bände vorwiegend politischer Literatur enthielt. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude bei einem Luftangriff getroffen und schwer beschädigt; der Wiederaufbau bedeutete eine schwere finanzielle Belastung für den Club. Die 1970er Jahre brachten eine Phase des Niedergangs, deren skuriller Höhepunkt war, dass die Leitung einem vermeintlichen kanadischen Millionär übertragen wurde, der sich jedoch als Hochstapler herausstellte. Er verkaufte 1977 die Gladstone Library für den Spottpreis von 40.000 Pfund an die Universität Bristol. In den 1980er Jahren verkaufte der Club etliche Räume an das benachbarte Royal Horseguards Hotel, darunter auch den Raum der Gladstone Library, der heute mit Buchattrappen bestückt ist und für Veranstaltungen gebucht werden kann.

Link: Peter Harris: A meeting place for Liberals. In: Journal of Liberal History, 51 (2006)

Ulm: Kloster Wiblingen

Ulm Kloster Wiblingen Bibliothekssaal
Ulm Kloster Wiblingen Bibliothekssaal r Ort: Ulm
Art: Klosterbibliothek
Baustil: Rokoko
Architekt: Christian Wiedemann
Fertiggestellt/Eröffnet: 1757
Verlag: Büro Bock, Ulm
Fotograf: Arthur von der Trappen
Aus der Serie „Schwäbische Heimatbilder“
Datierung (Karte): ca. 1920er Jahre

Die Benediktinerabtei Wiblingen wurde Ende des 11. Jahrhunderts als Filiation des Klosters St. Blasien (Schwarzwald) gegründet. Die Klostergebäude gehen weitgehend auf eine umfassende Neuplanung in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts zurück, deren Vorbilder u. a. die Klosterresidenz El Escorial bei Madrid sowie die kaiserliche Hofbibliothek in Wien waren. Berühmt ist der Bibliothekssaal, der zwei Geschosse umfasst und die gesamte Länge des Nordflügels einnimmt. Er entstand zwichen 1740 und 1750, die Bücher wurden im Jahr 1757 aufgestellt. Die umlaufende Empore mit ihrer bewegt ausgreifenden Balustrade bestimmt den Raumeindruck. Rotbraun und bläulich marmorierte Holzsäulen und die weiß angestrichenen bzw. mit hellem Papier beklebten Buchrücken gaben dem Raum eine besondere Farbigkeit. Acht lebensgroße Skulpturen vor den Säulen stellen Allegorien der Wissenschaft und der klösterlichen Tugenden dar. Das große Deckenfresko von Franz Martin Kuen täuscht eine Öffnung zum Himmel vor. Über dem Eingang zum Bibliothekssaal ist die Inschrift zu lesen „In ihm sind alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis (verborgen)“ (Kolosser 2, 3). Der Saal diente nicht nur der Aufstellung der etwa 15.000 Bände, sondern auch repräsentativen Zwecken. Im Zuge der Säkularisation 1806 wurde das Kloster aufgehoben; die Bücherbestände wurden auf verschiedene andere Bibliotheken verstreut. Die Klostergebäude wurden danach u. a. als Schloss und als Kaserne genutzt. Heute beherbergen sie Abteilungen des Universitätsklinikums Ulm sowie eine Akademie für Ärztliche Fortbildung. Der Bibliothekssaal wurde 1957 restauriert und kann heute im Rahmen von Führungen besichtigt werden.

Link: Kloster Wiblingen – Der Bibliothekssaal

Paris: La Maison de Santé du Docteur Bonnet

Paris_La_Maison_de_Sante_du_Docteur_Bonnet
Paris_La_Maison_de_Sante_du_Docteur_Bonnet_r Ort: Paris
Art: Krankenhaus
Fertiggestellt/Eröffnet: 1903
Person: Charles Bonnet
Beschrieben: 1917

Die Karte zeigt die Bibliothek einer Nervenheilanstalt, die zu Beginn des 20. Jahrunderts von den Ärzten Charles Bonnet (1872-1919) und Albert Logez-Duc in einem Palais aus dem 18. Jahrhundert in der Rue de la Chaise im 7. Arrondissement von Paris eingerichtet wurde. Charles Bonnet, auch Bonner oder Bonnier, ist nicht zu verwechseln mit dem Genfer Biologen und Philosophen gleichen Namens, auf den die Entdeckung der Parthenogenese zurückgeht. Das „Hôtel de Vaudreuil“ hatte zuvor zahlreiche verschiedene Besitzer. Erbaut vor 1780 für den Adligen Gaillard de Beaumanoir, wurde es nach dessen Tod von Joseph Hyacinthe François de Paule de Rigaud, Graf von Vaudreuil, erworben. 1803 kam das Palais in den Besitz von Elisa Bonaparte, der Schwester Napoleons, die es umbauen ließ und darin einen literarischen Salon unterhielt. Als sie 1805 ihrem Mann in die Toskana folgte, nutzte Napoleon es kurzzeitig als Gästehaus. Danach gehörte es dem italienischen General Fürst Francesco Aldobrandini Borghese, danach dem Militär und Politiker Emmanuel de Crussol d’Uzès, von dem es 1878 seine Tochter Mathilde Renée erbte. In der Folge wurde es an eine Religionsgemeinschaft vermietet, bevor schließlich 1903 (oder 1906) die „Maison de Santé du Docteur Bonnet“ dort eingerichtet wurde. Im ersten Weltkrieg diente die Klinik als Militärkrankenhaus, zuerst für kanadische, dann für schottische Soldaten. In den 1960er Jahren konnte ein drohender Abriß des Gebäudes durch das Engagement verschiedener Vereine verhindert werden. Heute existiert es in größtenteils veränderter Form; nur zwei Räume im Inneren zeugen noch von der Zeit Ludwigs XV. und Ludwigs XVI.

Link: La Maison de Santé du Docteur Bonnet

South Hadley: Mount Holyoke College

South Hadley: Mount Holyoke College, Williston Library
South_Hadley_Mount_Holyoke_College_Williston_Library_r Ort: South Hadley, Massachusetts
Art: Hochschulbibliothek
Baustil: Neogotik
Architekt: George F. Newton
Fertiggestellt/Eröffnet: 1905 / 1935
Person: Carnegie, Andrew
Verlag: The Albertype Co.
Gelaufen: 1938

Mount Holyoke College ist eine 1837 gegründete private Hochschule für Frauen in South Hadley, einer kleinen Stadt im Tal des Connecticut River (dem sog. Pioneer Valley). Nachdem ein Feuer das ursprüngliche Seminargebäude zerstört hatte, erfolgte ab 1896 eine Neugestaltung des Campus. Die Außenanlagen wurden von Frederick Law Olmsted, dem Begründer der amerikanischen Landschaftsarchitektur, entworfen. Ein neues Bibliotheksgebäude wurde 1905 an der Stelle eines Vorgängerbaus errichtet; die Mittel dafür stammten zur Hälfte von dem Philanthropen Andrew Carnegie, zur anderen Hälfte aus einer Spendensammlung. Der Architekt George F. Newton hatte an der École des Beaux-Arts in Paris studiert und vorher in der Firma Peabody & Stearns in Boston gearbeitet. Für die Bibliothek wählte er den Tudorstil; der Lesesaal ist eine Kopie der Westminster Hall im Palace of Westminster in London. 1917 wurde die Bibliothek nach A. Lyman Williston, dem Schatzmeister des College, benannt. Das Gebäude wurde mehrfach erweitert; die Karte zeigt vermutlich die erste Erweiterung aus dem Jahr 1935.

Link: New England Carnegies – Williston Memorial Library

Madrid: Biblioteca del Senado

Madrid Biblioteca del Senado
Madrid Biblioteca del Senado r Ort: Madrid (Spanien)
Art: Parlamentsbibliothek
Baustil: Neogotik
Architekt: Emilio Rodríguez Ayuso
Fertiggestellt/Eröffnet: 1883
Verlag: Photoglob Co.
Signatur: 10193
Datierung (Karte): ca. 1903

Der Senat ist eine der beiden Kammern des spanischen Parlaments (Cortes Generales). Während das Abgeordnetenhaus seinen Sitz im Palacio de las Cortes hat, befindet sich der Senat in einem Gebäude aus dem 16. Jahrhdunert an der Plaza de la Marina Española, das ursprünglich das Augustinerkolleg der Doña María de Aragón beherbergte. Im 19. Jahrhundert wurde das Gebäude durch den Architekten Emilio Rodríguez Ayuso (1846-1891) umgebaut; den Kreuzgang im Westflügel wandelte er dabei in die Bibliothek um. Die neogotische gußeiserne Innenausstattung stammt von Bernardo Asíns Serralta und ist von der Fassade des Palace of Westminster in London inspiriert. Der Kronleuchter stammt aus dem Palacio del Marqués de Salamanca.

Link: Pasión por Madrid – La Biblioteca del Senado

Graz: Universitätsbibliothek

Graz Universitätsbibliothek
Graz Universitätsbibliothek r Ort: Graz (Österreich)
Art: Hochschulbibliothek
Baustil: Neorenaissance
Architekt: Karl Köchlin / Wilhelm v. Rezori
Fertiggestellt/Eröffnet: 1895
Verlag: Anton Schlauer, Graz
Signatur: 4. 08. 04
Bemerkung: Correspondenz-Karte
Gelaufen: 1905

Die Universitätsbibliothek Graz geht auf das Jesuitenkollegium mit angeschlossenem Gymnasium zurück, das 1572/73 zum Zweck der Rekatholisierung des damals mehrheitlich protestantischen Graz gegründet wurde. 1585 wurde die Einrichtung von Papst Gregor XIII. zur Universität erhoben. Als der Jesutenorden 1773 von Papst Clemens XIV. aufgehoben wurde, wurde die Universität in staatliche Verwaltung übernommen. Unter Kaiser Joseph II. wurde die Universität 1782 zu einem Lyzeum herabgestuft; seit 1827 ist sie wieder Universität und heißt nach ihren beiden Gründern, Erzherzog Karl II. von Innerösterreich und Franz I. von Österreich, Karl-Franzens-Universität Graz. Die Bibliothek zog 1895 in das erste Obergeschoss des neuen Hauptgebäudes der Universität, damals am Rande der Stadt gelegen. Architekten des Neorenaissance-Baus waren Karl Köchlin und Wilhelm von Rezori. Der große Lesesaal umfasst etwa 130 Plätze und erhält Tageslicht durch ein großes Glasfliesendach. Die Arbeitstische und Regale aus Eichenholz fertigte der Grazer Tischlermeister und k.u.k. Hoflieferant Anton Jrschick (Irschick), das Eisengeländer stammt von der Firma Gridl. Die Bibliothek wurde mehrfach baulich erweitert; zuletzt 2019 durch das Grazer Atelier Thomas Pucher.

Die Universitätsbibliothek Graz hat übrigens vor einigen Jahren ein zusammenlegbares Bücherpult namens „Papilio“ entwickelt, das eine schonende Nutzung wertvoller Bücher im Lesesaal ermöglicht.

Link: Universitätsbibliothek Graz – Bibliotheksbroschüre
Link: Atelier Thomas Pucher

Mumbay: J. N. Petit Library

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Ort: Mumbay (Indien)
Art: Öffentliche Bibliothek
Baustil: Neogotik
Architekt: Merwanjee Bana
Fertiggestellt/Eröffnet: 1898
Person: Jamsetjee Nesserwanjee Petit
Signatur: 56332
Gelaufen: 1910

 

Die Bibliothek geht auf eine Gruppe von Studenten des Elphinstone College zurück, die im Fort-Viertel, dem Wirtschaftszentrum von Mumbay, lebten. Sie gehörten zur ethnisch-religiösen Gruppe der Parsen (Zoroastrier) und gründeten 1856 die „Fort Improvement Library“. Dank einer großzügigen Spende von Bai Dinbai Nusserwanji Petit, die zur einflussreichen, 1890 geadelten Familie Petit gehörte, wurde 1898 an der Ecke D.N. Road, P.M. Road and Napier Road ein neues Gebäude eingeweiht, das dem Andenken ihres Sohnes Jamsetjee Nesserwanjee Petit gewidmet und nach ihm „The J. N. Petit Fort Reading Room and Library“ benannt war. Das Gebäude im Stil der venetianischen Gotik gilt als eines der herausragenden neogotischen Gebäude Mumbays. 1938 wurde es erweitert und in den Jahren 2014 und 2015 umfassend saniert, wofür der Architekt Vikas Dilawari mit dem „UNESCO Asia-Pacific Award for Cultural Heritage Conservation“ ausgezeichnet wurde.

Link: J. N. Petit Institute
Link: Vikas Dilawari Architects

Woodstock: Norman Williams Public Library

Woodstock Vermont Norman Williams Public Library
Woodstock Vermont Norman Williams Public Library r Ort: Woodstock (Vermont)
Art: Öffentliche Bibliothek
Baustil: Richardsonian Romanesque
Architekt: Wilson Brothers & Company
Fertiggestellt/Eröffnet: 1884
Person: Norman Williams
Verlag: The Metropolitan News Co.
Signatur: 6027
Datierung (Karte): um 1910

 

Mit dem Bau der Öffentlichen Bibliothek von Woodstock (Vermont) wurde 1883 begonnen. Die Mittel dafür stammten von dem Industriellen und Philanthropen Edward H. Williams (1824-1899), der aus Woodstock gebürtig war und seiner Heimatstadt 30.000 Dollar für die Errichtung einer Bibliothek stiftete, zum Gedenken an seine Eltern Norman and Mary Williams. Auf dem Grundstück am „Vilage Green“ hatte vorher das Elternhaus von Edward H. Williams gestanden. 1884 wurde die Bibliothek eingeweiht und 1901 um einen Flügel ergänzt, für den Norman weitere 20.000 Dollar spendete. Das Gebäude wurde 1999/2000 umfassend saniert und im Inneren umgestaltet und wird heute noch als Bibliothek genutzt.

Link: The story of the Williams House