Ligugé: Abtei Saint-Martin

Ligugé: Abtei Saint-Martin, Bibliothèque
liguge r Ort: Ligugé
Art: Klosterbibliothek (Benediktiner)
Fertiggestellt/Eröffnet: Ende 19. Jahrhundert
Person: Martin von Tours
Fotograf: Jules Robuchon (1840-1922)
Datierung (Karte): 1911-1920 (ca.)

Die Abtei geht auf eine Gründung durch den heiligen Martin von Tours aus dem Jahr 361 zurück und gilt damit als erstes Kloster des Abendlandes. Im 17. und 18. Jahrhundert gehörte das Kloster den Jesuiten. Nach der Verstaatlichung während der Französischen Revolution wurde der Komplex 1852 vom Bischof von Poitiers erworben und ein Benediktinerkloster eingerichtet. Die Bibliothek wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und umfasst an die 300.000 Bände.

Link: Abbaye Saint-Martin de Ligugé

Bayeux: Bibliothèque municipale

Bayeux: Bibliothèque municipale
bayeux_r Ort: Bayeux
Art: Öffentliche Bibliothek
Fertiggestellt/Eröffnet: 1737/1913
Verlag: A. Dubosq
Fotograf: Alexandre Dubosq (1856-1946)
Signatur: 66
Datierung (Karte): nach 1912

Im Zuge der französischen Revolution wurde April 1794 eine öffentliche Bibliothek für den Bezirk Bayeux gegründet und mit den Beständen der aufgelösten Klöster und der emigrierten Adligen ausgestattet. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Sammlung in vier Teile aufgeteilt, von denen einer in städtischem Besitz blieb. Diese Bibliothek bezog 1913 das „Hôtel du Doyen“ (1736-1737), einen ehemaligen Bischofspalast (nicht zu verwechseln mit dem heutigen Rathaus, das ebenfalls ein ehemaliger Bischofssitz ist). Gleichzeitig zog auch der berühmte Teppich von Bayeux („Tapisserie de la Reine Mathilde“) in das Gebäude. Bibliothek und Museum blieben dort bis zum Jahr 1983, dann zogen sie in das ehemalige Priesterseminar um (heute „Centre Guillaume le Conquérant“).

Link: https://fr.wikipedia.org/wiki/H%C3%B4tel_du_Doyen

Angers: Bibliothek im Bischofspalast

Angers: Bibliothek im Bischofspalast
angers_r Ort: Angers
Baustil: Gotik
Fertiggestellt/Eröffnet: 1438
Verlag: R. R.
Signatur: 202
Datierung (Karte): um 1920?

Im Herzen von Angers, direkt neben der Kathedrale, befindet sich der alte Bischofspalast (Palais du Tau), dessen älteste Teile im 12. Jahrhundert errichtet wurden. Die gotische Bibliothek befindet sich in einem Saal aus dem 15. Jahrhundert (1438). In der Zeit, aus der die Karte stammt, befand sich dort offenbar gleichzeitig das Diözesanmuseum.

Schloss Chantilly

Bibliothek von Schloss Chantilly
schloss chantilly r Ort: Chantilly
Art: Privatbibliothek
Fertiggestellt/Eröffnet: 1877
Person: Henri d’Orléans, duc d’Aumale (1822-1897)
Verlag: Editions d’art Yvon
Signatur: 14
Datierung (Karte): nach 1919

Das Schloss wurde um 1560 für den Pair und Marschall von Frankreich, Anne de Montmorency, im Stil der französischen Renaissance erbaut. Während das große Schloss in der Französischen Revolution weitgehend zerstört und im 19. Jahrhundert wiederaufgebaut wurde, ist das kleine Schloss heute unverändert erhalten. Hier ließ der Herzog von Aumale, ein Kunstsammler und Bibliophile, 1876-77 die Bibliothek einrichten. Der Raum wurde bewusst nüchtern gehalten, um die Bücher in ihren verschiedenen Einbänden besser zur Geltung zu bringen. Glanzstück der Sammlung Aumales ist das berühmte Stundenbuch des Herzogs von Berry („Très Riches Heures“) aus dem 15. Jahrhundert.

Epinal: Maison romaine

Epinal: Maison romaine
epinal_bibliotheque_maison_romaine_r Ort: Epinal
Art: Öffentliche Bibliothek
Architekt: Jean Boussard
Fertiggestellt/Eröffnet: 1892
Person: Madame Leclerc-Morel
Verlag: Levy & Neurdein Reunis
Signatur: 23
Bemerkung: Ein hinter dem Gebäude befindlicher Schornstein ist auf der Karte wegretuschiert
Datierung (Karte): 1920-32

Das Gebäude wurde 1892 von dem Architekten Jean Boussard für eine reiche Erbin errichtet. Dem Zeitgeschmack gegen Ende des 19. Jahrhunderts folgend, wurde es im Stil einer pompejanischen Villa erbaut, einschließlich Atrium und Wandgemälden. Das Vermögen von Madame Leclerc-Morel reichte jedoch für den Bau nicht aus, und so kaufte die Stadt Epinal das Gebäude 1902 und richtete dort die Öffentliche Bibliothek ein. Nach dem Kauf durch die Stadt wurde das Römische Haus umgebaut, der Wintergarten vollendet und ein Rosengarten angelegt. Heute ist das Ensemble nahezu so erhalten wie auf der Karte abgebildet. Der Rosengarten umfasst über 6000 Rosen in über 500 Sorten. Die Bestände der Bibliothek zogen 2008 in einen Neubau.