Cité Internationale Universitaire de Paris

Cité Internationale Universitaire de Paris: Maison Internationale, Bibliothèque
Paris_Cite_Internationale_Universitaire_ Bibliotheque_r Ort: Paris
Art: Öffentliche Bibliothek
Baustil: Neoklassizismus
Architekt: Jean Frédéric Larson
Fertiggestellt/Eröffnet: 1936
Person: John D. Rockefeller, Jr.
Verlag: Draeger
Signatur: 12
Gelaufen: 1952

Die Cité Internationale Universitaire de Paris (C.I.U.P.) ist eine internationale Studentensiedlung in Paris, die aus mehreren Häusern verschiedener Baustile besteht, die jeweils einer Nation zugeordnet sind. Mit der 1925 gegründeten CIUP war der Gedanke des internationalen Austauschs und der Völkerfreundschaft verbunden. Die Karte zeigt die Bibliothek des Hauptgebäudes, des „Maison Internationale“, das auch weitere Einrichtungen wie zum Beispiel Theater, ein Schwimmbad sowie Restaurants enthält. Die Pläne für das Maison Internationale entwarf ursprünglich der französische Architekten Lucien Bechmann, von dem das Gesamtkonzept für die C.I.U.P. stammt; der Auftrag ging jedoch schließlich an den US-amerikanischen Architekten Jean Frédéric Larson, auf Betreiben des Philanthropen John D. Rockefeller, Jr., mit dessen Mitteln das Gebäude 1936 erbaut wurde. Das Äußere erinnert an ein französisches Renaissance-Schloss, die Bibliothek ist stilistisch jedoch eher an den Klassizismus angelehnt und erinnert unter anderem an die Trinity Library von Christopher Wren in Cambridge. Die Bibliothek ist eine Referenzbibliothek mit dem Schwerpunkt auf Französischer Kultur, sie ist auch der Öffentlichkeit zugänglich.

Link: Know the Library – Cité internationale universitaire de Paris

Dreux: Altes Rathaus (Beffroi de Dreux)

Dreux: Altes Rathaus (Beffroi de Dreux), Bibliothek
Beffroi de Dreux Bibliotheque r Ort: Dreux
Art: Öffentliche Bibliothek
Baustil: Style Louis XII
Architekt: Clément II Métezeau
Fertiggestellt/Eröffnet: 1537
Person: Antoine Godeau (1605-1672)
Verlag: Collection J. Lefebvre, Dreux
Gelaufen: 1905

Der Stadtturm („Belfried“) von Dreux wurde im ersten Drittel des 16. Jahrhunderts als Rathaus errichtet, stilistisch steht er am Übergang von Gotik zur Renaissance. Der auf dieser Karte abgebildete Saal im zweiten Obergeschoss diente ursprünglich als Getreidekammer, in der Vorräte für den Fall einer Belagerung gesammelt wurden. Später wurden hier das Archiv und die Bibliothek der Stadt untergebracht. Das große Gemälde über dem Renaissance-Kamin stammt von François Debon und trägt den Titel „Hôtel de Rambouillet“. Es zeigt den in Dreux geborenen französischen Dichter und Schriftsteller Antoine Godeau (1605-1672) im Salon der Catherine de Vivonne, Marquise de Rambouillet. Heute befindet es sich im Musée d’Art et d’Histoire de Dreux. In dem Raum befinden sich heute nur noch die große Glocke und die leeren ehemaligen Bücherregale.

Link: Beffroi de Dreux

Bouffémont: Le Collège féminin

Bouffemont: Le Collège féminin, bibliothèque
bouffemont_r Ort: Bouffémont
Art: Schulbibliothek
Baustil: Art déco
Architekt: Maurice Boutterin
Fertiggestellt/Eröffnet: 1930
Verlag: Imp. Georges Lang / Procédé Hélios-Archereau
Datierung (Karte): 1931-1940

1930 wurde unweit Paris eine Privatschule für Töchter der Pariser und internationalen Hautevolee eröffnet. Architekt des imposanten Art-déco-Gebäudes war Maurice Boutterin, der 1910 den Prix de Rome erhalten hatte. Die 20.000 Bände umfassende Bibliothek war neben ganzheitlichen Lehrmethoden ein Grund für das Renommee der Schule. 1938 wurde in dem College der Film „Le Paradis de Satan“ von Félix Gandéra gedreht.  Während des Krieges von deutschen Truppen besetzt, wurde das Gebäude 1950 in ein Sanatorium umgewandelt.

 Link: Bouffémont, un collège féminin

Ligugé: Abtei Saint-Martin

Ligugé: Abtei Saint-Martin, Bibliothèque
liguge r Ort: Ligugé
Art: Klosterbibliothek (Benediktiner)
Fertiggestellt/Eröffnet: Ende 19. Jahrhundert
Person: Martin von Tours
Fotograf: Jules Robuchon (1840-1922)
Datierung (Karte): 1911-1920 (ca.)

Die Abtei geht auf eine Gründung durch den heiligen Martin von Tours aus dem Jahr 361 zurück und gilt damit als erstes Kloster des Abendlandes. Im 17. und 18. Jahrhundert gehörte das Kloster den Jesuiten. Nach der Verstaatlichung während der Französischen Revolution wurde der Komplex 1852 vom Bischof von Poitiers erworben und ein Benediktinerkloster eingerichtet. Die Bibliothek wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und umfasst an die 300.000 Bände.

Link: Abbaye Saint-Martin de Ligugé

Bayeux: Bibliothèque municipale

Bayeux: Bibliothèque municipale
bayeux_r Ort: Bayeux
Art: Öffentliche Bibliothek
Fertiggestellt/Eröffnet: 1737/1913
Verlag: A. Dubosq
Fotograf: Alexandre Dubosq (1856-1946)
Signatur: 66
Datierung (Karte): nach 1912

Im Zuge der französischen Revolution wurde April 1794 eine öffentliche Bibliothek für den Bezirk Bayeux gegründet und mit den Beständen der aufgelösten Klöster und der emigrierten Adligen ausgestattet. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Sammlung in vier Teile aufgeteilt, von denen einer in städtischem Besitz blieb. Diese Bibliothek bezog 1913 das „Hôtel du Doyen“ (1736-1737), einen ehemaligen Bischofspalast (nicht zu verwechseln mit dem heutigen Rathaus, das ebenfalls ein ehemaliger Bischofssitz ist). Gleichzeitig zog auch der berühmte Teppich von Bayeux („Tapisserie de la Reine Mathilde“) in das Gebäude. Bibliothek und Museum blieben dort bis zum Jahr 1983, dann zogen sie in das ehemalige Priesterseminar um (heute „Centre Guillaume le Conquérant“).

Link: https://fr.wikipedia.org/wiki/H%C3%B4tel_du_Doyen

Angers: Bibliothek im Bischofspalast

Angers: Bibliothek im Bischofspalast
angers_r Ort: Angers
Baustil: Gotik
Fertiggestellt/Eröffnet: 1438
Verlag: R. R.
Signatur: 202
Datierung (Karte): um 1920?

Im Herzen von Angers, direkt neben der Kathedrale, befindet sich der alte Bischofspalast (Palais du Tau), dessen älteste Teile im 12. Jahrhundert errichtet wurden. Die gotische Bibliothek befindet sich in einem Saal aus dem 15. Jahrhundert (1438). In der Zeit, aus der die Karte stammt, befand sich dort offenbar gleichzeitig das Diözesanmuseum.

Schloss Chantilly

Bibliothek von Schloss Chantilly
schloss chantilly r Ort: Chantilly
Art: Privatbibliothek
Fertiggestellt/Eröffnet: 1877
Person: Henri d’Orléans, duc d’Aumale (1822-1897)
Verlag: Editions d’art Yvon
Signatur: 14
Datierung (Karte): nach 1919

Das Schloss wurde um 1560 für den Pair und Marschall von Frankreich, Anne de Montmorency, im Stil der französischen Renaissance erbaut. Während das große Schloss in der Französischen Revolution weitgehend zerstört und im 19. Jahrhundert wiederaufgebaut wurde, ist das kleine Schloss heute unverändert erhalten. Hier ließ der Herzog von Aumale, ein Kunstsammler und Bibliophile, 1876-77 die Bibliothek einrichten. Der Raum wurde bewusst nüchtern gehalten, um die Bücher in ihren verschiedenen Einbänden besser zur Geltung zu bringen. Glanzstück der Sammlung Aumales ist das berühmte Stundenbuch des Herzogs von Berry („Très Riches Heures“) aus dem 15. Jahrhundert.