Schloss Compiègne

Palais_de_Compiegne_La_Bibliotheque

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Ort: Compiègne (Frankreich)
Art: Schlossbibliothek
Baustil: Empire
Fertiggestellt/Eröffnet: 1810
Person: Napoleon
Verlag: Armand Noyer
Signatur: 15
Datierung (Karte): um 1920

Das Château de Compiègne bzw. Palais de Compiègne war ursprünglich ein klassizistisches Schloss der französischen Könige aus dem 18. Jahrhundert. Napoleon veranlasste den Ausbau der Anlage zu einer kaiserlichen Residenz, der in den Jahren 1808-1810 erfolgte. Die Appartements des Kaisers und der Kaiserin zählen zu den am besten erhaltenen Empire-Ensembles Frankreichs. Die Bibliothek verbindet die Repräsentationsräume mit den privaten Räumen und diente Napoleon als Arbeitszimmer. Die Inneneinrichtung aus zum Teil vergoldetem Mahagoni einschließlich des imposanten mechanischen Schreibtischs stammt aus der berühmten Pariser Möbelwerkstätte Jacob-Desmalter et Cie., die 1813 kurzzeitig bankrott ging, da Napoleon seine Schulden nicht bezahlte. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts beherbergte das Schloss mehrere Museen. Ab 1889 transportierte die französische Regierung einen Großteil der Möbel und Kunstwerke ab, um damit Botschaftsgebäude und Ministerien auszustatten. Dabei wurde auch der Bestand der Bibliothek nach Paris gebracht und auf die Nationalbibliothek, die Bibliothèque de l’Arsenal und die Bibliothek Sainte-Geneviève verteilt. Die Bücher, die heute in dem Raum zu sehen sind, wurden erst 1901 anlässlich des Besuchs des russischen Zaren Nikolaus II. und seiner Frau Alix von Hessen-Darmstadt im Schloss aufgestellt. Es gibt jedoch Überlegungen, den originalen Buchbestand mit Hilfe historischer Inventarlisten nachzubilden.

Die Karte stammt von dem bekannten Fotografen Armand Noyer, der in Paris ein Atelier am Boulevard de Strasbourg betrieb und neben Ansichtskarten vor allem für seine Porträtfotos bekannt war, darunter die Serie Les Vedettes de Cinema.

Link: Château de Compiègne: The Emperor’s Apartment

Schloss Malmaison

Schloss Malmaison - Bibliothek (Charles Percier und Pierre-François-Léonard Fontaine)
Malmaison-Bibliotheque_r Ort: Rueil-Malmaison
Art: Privatbibliothek
Baustil: Empire
Architekt: Charles Percier und Pierre-François-Léonard Fontaine
Fertiggestellt/Eröffnet: 1800
Person: Napoleon Bonaparte
Verlag: Edition S. I. C.
Signatur: 7
Datierung (Karte): ca. 1920er Jahre

Das Gebäude stammt von Anfang des 17. Jahrhunderts. Unter Napoleon, der hier während seiner Zeit als Konsul mit seiner Frau Joséphine de Beauharnais zeitweise lebte, wurde es grundlegend umgestaltet. Dafür wurden die beiden jungen Architekten Percier und Fontaine beauftragt, die in Italien die klassische Architektur studiert hatten. Die Bibliothek entstand 1800 durch die Zusammenlegung dreier kleinerer Räume, die Schächte der Küchenabzüge wurden durch Spiegel und Mahagonisäulen verkleidet. Die Bücherschränke enthielten ursprünglich mehr als 4000 Bücher, außerdem sammelte Napoleon hier seine 750 Orden.

Link: History of the Château de Malmaison