Aigen-Schlägl: Stift Schlägl

Aigen-Schlägl: Stift Schlägl, Bibliothekssaal (1852) Stift_Schlaegl_Bibliothek_r
Ort: Aigen-Schlägl (Österreich)
Art: Klosterbibliothek (Prämonstratenser)
Baustil: Neobarock
Fertiggestellt/Eröffnet: 1852
Verlag: Postkarten-Industrie (POSTIAG)
Fotograf: Lichtbildstelle, Wien
Bemerkung: Aus der Serie „Geschichts- und Kunstdenkmale Österreichs“
Gelaufen: 1929

Das Stift Schlägl wurde zu Beginn des 13. Jahrhunderts als Zisterzienser-Kloster gegründet, bestand aber nur kurze Zeit als solches, bevor es 1218 von Prämonstratensern besiedelt wurde. Es ist eines der wenigen Stifte in Österreich, das zum Teil noch seinen mittelalterlichen Charakter bewahrt hat. Seit dem 17. Jahrhundert war die Stiftsbibliothek im Erdgeschoss des Konventsgebäudes untergebracht, bis 1829 mit den Arbeiten an einem neuen Bibliothekssaal an der Ostflanke des Stifts begonnen wurde. 1852 wurde der neubarocke Saal eingeweiht. Die Bücherschränke stammen von dem Tischler Anton Simmel, der dabei dem Vorbild der Schränke des Stifts St. Florian folgte. Die 1870 fertiggestellten Deckengemälde von Ferdinand Weis nach Entwürfen von August Palme stellen Gestalten der christlichen Geistesgeschichte dar. Die Bücher waren ursprünglich nach inhaltlichen Kriterien aufgestellt; Mitte des 20. Jahrhunderts wurde diese Ordnung von einer an optischen Gesichtspunkten orientierten Aufstellung abgelöst.

Link: Klösterreich: Stift Schlägl (Bilder)

Stift Schlierbach: Bibliothek

Stift Schlierbach: Bibliothek
stift schlierbach bibliothek r Ort: Schlierbach
Art: Klosterbibliothek
Baustil: Barock
Architekt: Carlo Antonio Carlone
Fertiggestellt/Eröffnet: 1712
Signatur: 1252
Bemerkung: Korrespondenz-Karte
Datierung (Karte): um 1900
Gelaufen: 1919

Die Bibliothek in der Zisterzienser-Abtei Schlierbach wurde 1712 von dem italienischen Baumeister Carlo Antonio Carlone erbaut. Auf kreuzförmigem Umriss erhebt sich der barocke Prunkraum mit umlaufender Galerie auf korinthischen Holzsäulen, die vermutlich von dem Linzer Baumeister Johann Michael Prunner stammt. Den Raum ziert ein Deckenfresko eines unbekannten Malers mit verschiedenen Szenen aus der Bibel und den Apokryphen, darunter Salomon und die Königin von Saba mit dem Vers aus Sprüche 9, 1: „Sapientia aedivicavit sibi domum“ („Die Weisheit hat ihr Haus gebaut“).

Link: Stift Schlierbach

Stift St. Florian: Stiftsbibliothek

Stift St. Florian: Stiftsbibliothek
Stift_St_Florian_Bibliothek_r Ort: St. Florian
Art: Klosterbibliothek (Augustiner-Chorherren)
Baustil: Barock
Architekt: Johann Gotthard Hayberger
Fertiggestellt/Eröffnet: 1751
Verlag: Druckerei Prietzel
Fotograf: J. Leitenmüller (evtl.)
Signatur: 850
Datierung (Karte): 1922

Das Augustiner-Chorherrenstift Sankt Florian unweit Linz ist eines der bekanntesten Barockklöster Oberösterreichs. Das Kloster geht auf eine Gründung aus dem 11. Jahrhundert zurück, die barocken Bauwerke entstanden zwischen 1686 und 1750. Die 1751 vollendete Stiftsbibliothek ist eine der geschichtsträchtigsten Klosterbibliotheken Österreichs, sie enthält an die 150.000 Bände. Baumeister des Bibliothekssaals war Johann Gotthard Hayberger, teilweise nach Plänen von Jakob Prandtauer. Das Deckenfresko stammt von Bartolomeo Altomonte (1694-1783), der als letzter großer Vertreter der Barockallegorie gilt. Musikliebhabern ist St. Florian im Zusammenhang mit Anton Bruckner bekannt, der hier in den Jahren 1848-1855 als Organist wirkte.

Link: Augustiner-Chorherrenstift St. Florian – Stiftsbibliothek

Stiftsbibliothek Kremsmünster

Stiftsbibliothek Kremsmünster
kremsmuenster_r Ort: Kremsmünster
Art: Klosterbibliothek (Benediktiner)
Baustil: Barock
Architekt: Carlo Antonio Carlone und Jakob Prandtauer
Fertiggestellt/Eröffnet: 1680er Jahre
Verlag: Alpenländische Postkarten-Industrie (Ferdinand Strehl)
Signatur: 1315
Gelaufen: 1934

Das Benediktinerkloster wurde 777 vom bayerischen Herzog Tassilo III. gegründet. Die Gebäude entstanden ab der Mitte des 17. Jahrhunderts unter den Architekten Carlo Antonio Carlone und Jakob Prandtauer. Die barocke Stiftsbibliothek ist eine der größten und ältesten Österreichs. Sie erstreckt sich auf einer Länge von 65 Metern über vier Säle und beherbergt an die 160.000 Bände, darunter als größte Kostbarkeit den um das Jahr 800 entstandenen Codex Millenarius.

Link: Stift Kremsmünster – Bibliothek