Stift Herzogenburg

Stift Herzogenburg: Spätbarocke Bibliothek (1751-54)
Stift Herzogenburg Bibliothek r Ort: Herzogenburg (Österreich)
Art: Klosterbibliothek (Augustiner-Chorherren)
Baustil: Barock
Fertiggestellt/Eröffnet: 1751/1754
Fotograf: Anton Willert
Signatur: 83868
Gelaufen: 1934

Das Augustiner-Chorherren Stift Herzogenburg wurde Anfang des 12. Jahrhunderts durch Bischof Ulrich I. von Passau gegründet. Ursprünglich befand es sich in dem kleinen Ort St. Georgen an der Traisen, im Mündungsgebiet der Traisen in die Donau, wurde aber im Jahr 1244 wegen häufiger Überschwemmungen einige Kilometer flussaufwärts nach Herzogenburg verlegt. Seine heutige Erscheinungsform erhielt das Kloster in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts; an der barocken Umgestaltung der Anlage waren die Architekten Jakob Prandtauer, Johann Bernhard Fischer von Erlach und Joseph Munggenast beteiligt. Die Stiftsbibliothek wurde in den Jahren 1751-1754 erbaut; der spätbarocke Raum ist nicht als repräsentativer Prunksaal angelegt, sonden eher als intimer Raum für die Studien der Augustiner-Chorherren. Die Deckenmalereien stammen von dem italienischen Maler Domenico Francia, die Bücherschränke entwarf der österreichische Orgelbauer Johann Hencke. Die Bibliothek umfasst insgesamt 60.000 Bände, darunter als älteste Handschrift ein Psalterium aus dem 12. Jahrhundert. Aus wirtschaftlichen Gründen wurden von den 1920ern bis in die 1960er Jahre zahlreiche wertvolle Inkunabeln verkauft. Zum 900-jährigen Jubiläum im Jahr 2012 wurde das Kloster umfassend renoviert.

Link: Stift Herzogenburg – Stiftsbibliothek

Autor: bradwardine42

Collector of Library Postcards. Interested in Genealogy, History, Nature, Literature, Music (especially Schütz, Bach, Handel, Haydn, Beethoven, Schubert, Schumann, Mendelssohn, Brahms, Elgar, Dvorak, Chopin, Bruckner and many more...)

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