Venedig: Biblioteca Nazionale Marciana

Venedig: Biblioteca Nazionale Marciana (Markusbibliothek)
Venedig_Markusbibliothek_r Ort: Venedig
Art: Nationalbibliothek
Baustil: Renaissance
Architekt: Jacopo Sansovino
Fertiggestellt/Eröffnet: 1588
Verlag: Purger & Co.
Signatur: 335
Bemerkung: Chromolithographie
Datierung (Karte): vmtl. vor 1906

Die Libreria Marciana bzw. Libreria Vecchia war Bestandteil der Neugestaltung der Piazza und der Piazzetta in Venedig durch den Bildhauer und Architekten Jacopo Sansovino. Sie wurde 1536 begonnen und von Vincenzo Scamozzi 1588 vollendet. Sie ist eine der größten Bibliotheken Italiens. Sansovino verzichtete bei dem mit reicher Bauplastik geschmückten Gebäude auf Farbigkeit und setzte stattdessen auf einen Hell-Dunkel-Kontrast („Chiaroscuro“). Als während der Bauarbeiten die Decke des Lesesaals einstürzte, musste Sansovino ins Gefängnis, kam jedoch auf Betreiben einflussreicher Freunde wieder frei. Im Innern befinden sich u. a. Gemälde von Tizian, Veronese und Tintoretto. Im Vordergrund der Karte sieht man die Loggetta am Fuß des Markusturms, die ebenfalls von Sansovino errichtet wurde und als Versammlungsort der Patrizier diente.

Die Ansichtskarte wurde von dem Münchner Postkartenverlag Purger & Co. herausgegeben, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts – dem Goldenen Zeitalter der Ansichtskarten – zu den bedeutendsten Herstellern farbiger Ansichtskarten zählte. Bei der Karte handelt es sich um einen dreifarbigen Photochromdruck (Chromolithografie).

Link: Venice – The Marciana Library (University of Mary Washington)

Vicenza: Seminario vescovile di Vicenza

Biblioteca, Seminario vescovile di Vicenza
Seminario vescovile di Vicenza Biblioteca r Ort: Vicenza
Art: Priesterseminar
Architekt: Francesco Lazzari (Gebäude)
Fertiggestellt/Eröffnet: 1857
Person: Marco Foscarini
Verlag: M. Marzari, Schio
Datierung (Karte): ca. 1940er Jahre

Die Bibliothek des bischöflichen Priesterseminars von Vicenza wurde im 18. Jahrhundert von Antonio Maria Priuli, dem Bischof von Vicenza, gegründet. Einer seiner Nachfolger, Bischof Giuseppe Maria Peruzzi, erwarb zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Bücherregale des Dogen von Venedig Marco Foscarini (1696-1763) im Palazzo Porto auf der Piazza Castello, der früher auch als „Palazzo della Biblioteca del Seminario“ bezeichnet wurde. Unter Bischof Giovanni Giuseppe Cappellari wurde die Bibliothek 1857 in das neu erbaute Gebäude des Priesterseminars am Borgo Santa Lucia (Architekt: Francesco Lazzari) verlegt, in dem sie sich noch heute befindet.

Link: Bibliothek des bischöflichen Priesterseminars von Vicenza

Padua: Biblioteca Antoniana

Padua: Biblioteca Antoniana, Salone Settecentesco
padua_r Ort: Padua
Art: Klosterbibliothek
Baustil: Barock
Fertiggestellt/Eröffnet: 15. Jahrh./ca. 1700
Verlag: Sezione Edizioni d’Arte (S.E.D.A.) / Grafia
Fotograf: Luciano Morpurgo (1868-1971)
Signatur: 75; 6×478
Datierung (Karte): 1931-1940 (ca.)

Die Biblioteca Antoniana befindet sich über einem Kreuzgang der Basilika des Heiligen Antonius in Padua. Der Salone Settecentesco stammt aus dem 15. Jahrhundert, die Innenausstattung aus der Zeit um 1700. Das Deckengemälde ist von Giovanni Antonio Pellegrini, die beiden Globen von Vincenzo Maria Coronelli.

Link: Luciano Morpurgo
Link: Pontificia Biblioteca Antoniana