Tübingen: Universitätsbibliothek

Tübingen: Universitätsbibliothek (Paul Bonatz), Lesesaal
Tübingen Universitätsbibliothek Lesesaal r

Ort: Tübingen
Art: Hochschulbibliothek
Baustil: Neoklassizismus
Architekt: Paul Bonatz
Fertiggestellt/Eröffnet: 1912
Fotograf: H. Jäggle
Datierung (Karte): ca. 1935-38

Die Bibliothek der Universität Tübingen war von 1819 bis 1912 im Schloss Hohentübingen untergebracht. Wegen Raummangel und Brandgefahr wurde in den Jahren 1910 bis 1912 ein Neubau in der Wilhelmstraße in der Nähe der Neuen Aula errichtet, nach Plänen des Architekten Paul Bonatz (1877-1956), der als einer der wichtigsten Vertreter der Stuttgarter Schule bzw. des Traditionalismus gilt. Das Bibliotheksgebäude ist in einem vorwiegend neoklassizistischen Stil gehalten, weist jedoch auch Anklänge an Barock und Jugendstil auf. Die Bibliothek gilt als bestes Frühwerk von Bonatz. Der im Erdgeschoss gelegene Lesesaal ist mit einer Kassettendecke aus weißem Stuck und einer Galerie aus dunklem Eichenholz aussgestattet. An seiner Rückseite befindet sich ein monumentales Wandgemälde von Karl Schmoll von Eisenwerth, das Odysseus in der Unterwelt zeigt.

Link: TÜpedia – Bonatzbau