Flensburg: Dansk Centralbibliotek for Sydslesvig

Flensburg Flensborghus Schleswigsche Sammlung

Flensburg Flensborghus Schleswigsche Sammlung r

Ort: Flensburg
Art: Öffentliche Bibliothek
Fertiggestellt/Eröffnet: 1921
Person: Gustav Johannsen
Gelaufen: 1922

Flensburg ist die drittgrößte Stadt Schleswig-Holsteins und Zentrum der dänischen Minderheit in Südschleswig. Nach dem Deutsch-Dänischen Krieg 1864 war die Region, bisher Teil Dänemarks, zu Preußen und damit zum Deutschen Kaiserreich gekommen. Im Zuge der dänischen Kultur- und Spracharbeit entstand in den 1880er Jahren die Idee, eine Zentralbibliothek für die dänische Bevölkerung zu gründen. Gustav Johannsen (1840-1901), Zeitungsherausgeber und Mitglied des Reichstags, stellte dafür 1891 sein Privathaus an der damaligen Norderallee zur Verfügung, das nach seiner Frau benannte Margrethesminde. Als die Sammlung wuchs und der Platz nicht mehr ausreichte, wurde sie 1921 in das sog. Flensborghus in der Innenstadt verlegt. Dieses Backsteingebäude war 1724/25 als Waisenhaus nach dem Vorbild der Franckeschen Stiftungen in Halle (Saale) gebaut worden und hatte später u. a. als Zuchthaus, Kaserne und Hotel gedient. Nach der Volksabstimmung von 1920 hatte der dänische Kulturverein Grænseforeningen das Haus erworben, um dort ein Kultur- und Versammlungshaus für die dänsiche Minderheit zu errichten. 1959 wurde die Bibliothek in einen Neubau verlegt, der 1987 erweitert wurde. Das Flensborghus ist heute Sitz des Südschleswigschen Vereins (SSF) und weiterer Organisationen.

Link: Om Den Slesvigske Samling