Kattowitz: Oberschlesische Landesbibliothek

Kattowitz: Oberschlesische Landesbibliothek (Dom Oświatowy - Biblioteka Śląska) Kattowitz_Oberschlesische_Landesbibliothek_r
Ort: Katowice (Kattowitz)
Art: Öffentliche Bibliothek
Baustil: Moderne
Architekt: Stanisław Tabeński u. Józef Rybicki
Fertiggestellt/Eröffnet: 1934
Verlag: Foto-Boronowski, Petrowitz O/S
Gelaufen: 1940 (Feldpost)

Die Schlesische Bibliothek (Biblioteka Śląska) wurde in den Jahren 1922/23 als Bibliothek des Schlesischen Parlaments gegründet. 1936 wurde sie zu einer eigenständigen öffentlichen wissenschaftlichen Bibliothek umgewandelt. Zwei Jahre zuvor hatte sie das Gebäude in der Francuska-Str. bezogen, das „Bildungshaus des Volksbibliothekenvereins“, eins der wichtigsten Beispiele der modernen Architektur der Zwischenkriegszeit in Polen. Es war in den Jahren 1929-1934 nach Plänen der Architekten Stanisław Tabeński und Józef Rybicki im Stil des Funktionalismus erbaut worden. Während der deutschen Besetzung im Zweiten Weltkrieg wurden die Sammlungen der Bibliothek mit denen der Oberschlesischen Landesbibliothek aus Beuthen vereinigt und ausschließlich für Deutsche zugänglich gemacht. Die polnischen Bücher wurden ausgesondert und vernichtet. Die Kriegsverluste werden auf mehr als 10.000 Bände geschätzt.

Link: Dom Oświatowy Biblioteki Śląskiej
Link: Biblioteka Śląska – Silesian Library

Tschenstochau: Jasna Góra

Tschenstochau: Klosterbibliothek Jasna Góra
Tschenstochau_Jasna_Gora_r Ort: Częstochowa
Art: Klosterbibliothek (Pauliner)
Baustil: Barock
Fertiggestellt/Eröffnet: 1739
Verlag: T. Naglowski i S-ka, Częstochowa
Signatur: 307
Datierung (Karte): 1931-1940 (ca.)

Das Paulinerkloster in Czestochowa ist einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte der katholischen Kirche. Die Ikone der Schwarzen Madonna von Tschenstochau gilt in Polen als nationals Symbol und wird jährlich von Millionen Gläubigen besucht. Das Kloster wurde im 14. Jahrhundert von ungarischen Paulinern gegründet, vom 15. bis zum 20. Jahrhundert wurde auf dem Jasna Góra eine Festungsanlage mit Basilika errichtet. Die Bibliothek befand sich ursprünglich in den unteren Etagen des Klosterturms. Nach einem Brand im Jahr 1690 wurde im Westflügel des Klosters zwischen 1736 und 1739 ein barocker Bibliothekssaal errichtet. Der einheitliche Eindruck ergibt sich aus den mit Leder bezogenen Holzfutteralen, die jeweils mehrere gleichgroße Bücher enthalten.