Rom: Biblioteca Casanatense

Rom: Biblioteca Casanatense
Rom Biblioteca Casanatense r Ort: Rom
Art: Kirchliche / Öffentliche Bibliothek
Baustil: Barock
Architekt: Antonio Maria Borioni
Fertiggestellt/Eröffnet: 1701 / 1725
Person: Girolamo Casanate (1620-1700)
Verlag: Fratelli Palombi Editori
Datierung (Karte): ca. 1940er Jahre

 

Als Insula sapientiae (Insel der Weisheit) wird der Gebäudekomplex des ehemaligen Dominikanerklosters Santa Maria sopra Minerva in Rom genannt, an der Piazza della Minerva südöstlich des Pantheons gelegen. Zur Zeit von Galileo Galilei befand sich hier der Sitz der Inquisitionsbehörde. Unter Antonin Cloche (1628-1720), dem Ordensmeister bzw. Generalmagister des Dominikanerordens, wurde im Jahr 1701 die Biblioteca Casanatense gegründet, um die bedeutende Büchersammlung des mit ihm befreundeten Kardinals Girolamo Casanate (1620-1700) aufzunehmen. Casanate war Bibliothekar der Vatikanische Apostolische Bibliothek sowie Präfekt der Indexkongregation gewesen und hatte an die 25.000 Bände zusammengetragen, die er zwei Jahre vor seinem Tod den Dominikanern des Klosters Santa Maria sopra Minerva vermachte, zusammen mit einer beträchtlichen Summe für die Pflege und Erweiterung der Sammlung. Die Mittel für den Bau der Bibliothek stammten aus einer früheren Schenkung des Leibarztes von Papst Gregor XV., Giovanni Maria Castellani, an den Orden. Nach einem Entwurf des Architekten Antonio Maria Borioni wurde ein Bibliothekssaal geschaffen und am 3. November 1701 eröffnet. Er sollte nach dem Willen Casanates auch der Öffentlichkeit zugänglich sein.

Bereits 1717 musste aufgrund von Platzmangel mit der Erweiterung des Saals begonnen werden, und 1725 wurde der Salone Monumentale fertiggestellt – mit einer Fläche von ca. 60 × 15 Metern fast doppelt so groß wie der ursprüngliche Saal. Die beiden großen Globen im Vordergrund – ein Erdglobus und ein Himmelsglobus – stammen von dem Kosmographen Amanzio Moroncelli (1652—1719). Der Bestand der Bibliothek wuchs im Lauf der Zeit durch gezielte Ankäufe der Dominikaner, sowie durch Tausch, weitere Schenkungen und durch Zuwendungen der Zensurbehörde des Vatikans. Nach der Annexion des Kirchenstaates durch das Königreich Italien 1870 wurden Kloster und Bibliothek verstaatlicht. Heute beläuft sich ihr Bestand auf mehr als 350.000 Bände. Der historische Bibliothekssaal wird für Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt.

Link: Biblioteca Casanatense

Rom: Universitätsbibliothek

Rom: Universitätsbibliothek (Biblioteca Universitaria Alessandrina)
rom_r Ort: Rom
Art: Hochschulbibliothek
Architekt: Marcello Piacentini
Fertiggestellt/Eröffnet: 1935
Verlag: Sansaini
Datierung (Karte): 1934-1940 (ca.)

Die Biblioteca Universitaria Alessandrina ist die zentrale Universitätsbibliothek der Universität La Sapienza in Rom, der größten Universität Europas. Sie wurde 1667 von Papst Alexander VII. gegründet. 1935 bezog sie das Hauptgebäude des neuen Campus der Universität, der sogenannten Città Universitaria, errichtet nach Plänen von Mussolinis Staatsarchitekt Marcello Piacentini.

Link: La Città Universitaria della Sapienza

Rom: Päpstliche Universität Heiliger Thomas von Aquin

Rom: Päpstliche Universität Heiliger Thomas von Aquin, Bibliothek
rom collegio angelico r Ort: Rom
Art: Hochschulbibliothek
Fertiggestellt/Eröffnet: ca. 1910
Bemerkung: vmtl. kolorierter SW-Offsetdruck
Datierung (Karte): vor 1926

Die „Pontificia Università San Tommaso d’Aquino“ ist eine nach Thomas von Aquin benannte päpstliche Universität in Rom. Sie geht auf das zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Dominikanern gegründete „Pontificio Collegio Angelico“ zurück, das sich ursprünglich in einem Gebäude in der Via S. Vitale 15 befand. 1926 erhielt das Institut den Namen „Pontificium Institutum Internationale Angelicum“. Seit 1932 ist die Hochschule im ehemaligen Kloster von Santi Domenico e Sisto auf dem Quirinal untergebracht; in dem Gebäude in der Via S. Vitale befindet sich heute das Polizeipräsidium von Rom (Quästur). Die Karte zeigt vermutlich das ursprüngliche Gebäude, in dem sich die Bibliothek im dritten Stock über der Kapelle befand.

Link: https://angelicum.it/about/history/