Wernigerode: Stolbergische Bibliothek

Wernigerode: Fürstlich Stolbergische Bibliothek (Orangerie)
Wernigerode Orangerie Fürstliche Bibliothek r Ort: Wernigerode
Art: Adelsbibliothek
Fertiggestellt/Eröffnet: 1731/1826
Person: Christian Ernst zu Stolberg-Wernigerode
Verlag: Staatliche Bildstelle / Deutscher Kunstverlag
Fotograf: Eduard Bissinger
Signatur: K 8
Datierung (Karte): ca. 1930er Jahre?

Die Stolbergische Bibliothek Wernigerode war eine bedeutende Adelsbibliothek, deren Ursprünge im 16. Jahrhundert liegen. Eine Blütezeit erlebte sie unter Graf Christian Ernst zu Stolberg-Wernigerode (1691 – 1771), der Schloss Wernigerode renovieren und erweitern ließ. Den Lustgarten ließ er im französischen Stil umgestalten und errichtete dort eine Orangerie, die 1731 eingeweiht wurde (die Predigt hielt Graf Nikolaus Ludwig von Zinzendorf). Hundert Jahre später wurde der Lustgarten erneut umgestaltet, diesmal im englischen Landschaftsstil. In die Orangerie zogen nun 1826 die Bibliothek und das Archiv. Ab 1929 wurden Teile des Bestandes verkauft, nach Kriegsausbruch wurde die Bibliothek geschlossen. Nach dem Krieg gelangte sie als Beutekunst nach Russland. Die Handschriften befanden sich danach in der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt in Halle, bevor sie im Jahr 2013 den Erben restituiert wurden. Seitdem sind sie im Privatbesitz von Philipp zu Stolberg-Wernigerode (Hirzenhain). Die ehemalige Orangeire ist heute ein Standort des Landeshauptarchivs Sachsen-Anhalt.

Link: „Stolberger Handschriften wieder in Privatbesitz“ (Artikel von Klaus Graf, 2014)
Link: Fürstlich-Stolberg-Wernigerödische Bibliothek