Brüssel: Palais des Grafen von Flandern

 

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Ort: Brüssel
Art: Schlossbibliothek
Fertiggestellt/Eröffnet: ca. 1868
Person: Philipp von Belgien (1837–1905)
Verlag: Vanderauwera & Cie.
Gelaufen: 1907

Philipp von Belgien (1837–1905) aus dem Hause Sachsen-Coburg und Gotha war der Sohn von Leopold I., dem ersten König der Belgier. Er trug den Titel eines Grafen von Flandern und war von 1869 bis zu seinem Tod offizieller belgischer Thronfolger. 1866 kaufte er ein klassizistisches Palais in der Rue de la Régence, das er im Jahr darauf mit seiner Frau, Maria Luise von Hohenzollern-Sigmaringen, bezog und in den folgenden Jahren von den Architekten Gustave Saintenoy und Clément Parent um zwei Flügel erweitern ließ. Philipp war ein Bücherliebhaber, er besuchte regelmäßig Antiquare in Venedig und Paris und hatte bereits eine prächtige Bibliothek zusammengetragen. In seinem neuen Domizil stellte er die seltensten und wertvollsten Ausgaben in der „Kleinen Bibliothek“ auf, die auf dieser Karte zu sehen ist. Die große Bibliothek umfasste mehr als 30.000 Bände. Heute befindet sich in dem Gebäude der Belgische Rechnungshof.

Link: Artikel über Jean François Portaels