Grenoble: Bibliothèque municipale

Grenoble: Bibliothèque municipale, Grande salle d'exposition Grenoble_Bibliotheque_municipale_r
Ort: Grenoble (Frankreich)
Art: Öffentliche Bibliothek
Baustil: Neorenaissance
Architekt: Charles-Auguste Questel
Fertiggestellt/Eröffnet: 1872
Verlag: Lévy Fils & Cie.
Signatur: 163
Datierung (Karte): ca. 1910-1920

Den Grundstock für die 1772 gegründete Bibliothek bildete der Nachlass des im Jahr zuvor verstorbenen bibliophilen Bischofs Jean de Caulet, dem bald die Bibliothek der Anwaltskammer und schießlich die Bestände der in der französischen Revolution aufgelösten Klöster der Umgebung hinzugefügt wurden. Seit 1800 war die Bibliothek in einer Etage des ehemaligen Jesuitenkollegs untergebracht. 1864 wurde mit dem Bau eines eigenen Gebäudes an der Place de la Constitution (heute Place Verdun) begonnen, das zugleich das Museum beherbergen sollte. Der Entwurf des Neorenaissance-Baus stammt von dem Pariser Architekten Charles-Auguste Questel. Nach Unterbrechung durch den deutsch-französischen Krieg wurde es 1872 eröffnet. Die auf dieser Karte abgebildete „Grande salle d’exposition“ ist 12 Meter hoch und wird von fünf Kuppeln bekrönt. Die Bibliothek befand sich bis 1970 in dem Gebäude, das Museum bis 1993. Heute wird es unter dem Namen „La Plateforme“ für Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt.

Link: Ancien Musée-Bibliothèque, actuellement espaces d’exposition