Bornem: Abtei Sankt Bernhard

Bibliotheek van de Sint-Bernardusabdij te Bornem
bornem_r Ort: Bornem
Art: Klosterbibliothek (Zisterzienser)
Architekt: Joseph Schadde
Fertiggestellt/Eröffnet: 1872
Verlag: Nels
Datierung (Karte): 1931-1940 (ca.)

 Die Abtei Sankt Bernhard in Bornem ist der Rechtsnachfolger der Zisterzienserabtei St. Bernhard an der Schelde in Hemiksem, die im Zuge der Französischen Revolution aufgelöst wurde. Die Zisterziensermönche kauften das ehemalige Dominikanerkloster in Bornem im Jahr 1836, bauten eine neue Kirche und richteten schrittweise die alten Klostergebäude wieder her. Der Bibliothekstrakt wurde 1872 nach Entwürfen des Architekten Joseph Schadde (1818-1894) fertiggestellt. Es ist eine der bedeutendsten Bibliotheken für das kulturelle Erbe der Provinz Antwerpen. Die Ansichtskarte zeigt noch den ursprünglichen Zustand des Raums mit den beiden Reihen durchlaufender hölzerner Lesepulte, auf denen man die schweren Folianten ablegen konnte.

Link: Bibliothek der Abtei Sankt Bernhard in Bornem

London: Guildhall Library

London: Guildhall Library
guildhall_r Ort: London
Art: Ratsbibliothek
Baustil: Neogotik
Architekt: Horace Jones
Fertiggestellt/Eröffnet: 1872
Verlag: Oxford University Press
Datierung (Karte): 1911-1920 (ca.)

Die Guildhall war jahrhundertelang das Rathaus der City of London. Eine erste Bibliothek wurde bereits im 15. Jahrhundert durch den Bürgermeister Richard Whittington gegründet und enthielt angekettete theologische Manuskripte. Bald jedoch verlor sie ihren gesamten Bestand, als sich der Herzog von Somerset, Lord Protector von England, im Jahr 1549 die Werke für private Zwecke aneignete. 1828 wurde die Bibliothek von der City of London Corporation neu gegründet, der Schwerpunkt lag auf Londoner Stadtgeschichte. Als die Sammlung wuchs, wurde in den Jahren 1868 bis 1872 ein angrenzendes neues Gebäude für die nun der Öffentlichkeit zugängliche Bibliothek erbaut. Der Architekt des neogotischen Baus (Perpendicular Style) war Horace Jones (1819-1887), dessen bekanntestes Werk die Tower Bridge ist. Im Jahr 1974 zog die Bibliothek in den Westflügel der Guildhall um, heute wird der Saal für Bankette genutzt.

Link: History of Guildhall Library

Schloss Chantilly

Bibliothek von Schloss Chantilly
schloss chantilly r Ort: Chantilly
Art: Privatbibliothek
Fertiggestellt/Eröffnet: 1877
Person: Henri d’Orléans, duc d’Aumale (1822-1897)
Verlag: Editions d’art Yvon
Signatur: 14
Datierung (Karte): nach 1919

Das Schloss wurde um 1560 für den Pair und Marschall von Frankreich, Anne de Montmorency, im Stil der französischen Renaissance erbaut. Während das große Schloss in der Französischen Revolution weitgehend zerstört und im 19. Jahrhundert wiederaufgebaut wurde, ist das kleine Schloss heute unverändert erhalten. Hier ließ der Herzog von Aumale, ein Kunstsammler und Bibliophile, 1876-77 die Bibliothek einrichten. Der Raum wurde bewusst nüchtern gehalten, um die Bücher in ihren verschiedenen Einbänden besser zur Geltung zu bringen. Glanzstück der Sammlung Aumales ist das berühmte Stundenbuch des Herzogs von Berry („Très Riches Heures“) aus dem 15. Jahrhundert.