Nizza: Grand Séminaire

Nizza: Grand Seminaire - Bibliotheque

Nizza Grand Seminaire Bibliotheque r

Ort: Nizza (Frankreich)
Art: Priesterseminar
Architekt: Jules Febvre und Marius Déporta
Fertiggestellt/Eröffnet: 1935/36
Verlag: Hélio Le Marigny, La Seyne (Var)
Bemerkung: Kupfertiefdruck
Datierung (Karte): ca. 1930er Jahre

Im Jahr 1842 eröffnete der Bischof von Nizza, Dominique Galvano, im Stadtteil Lazaret östlich des Hafens ein kleines Seminar für die Ausbildung von Laien und zukünftigen Priestern, das sog. Parvum Seminarium et Collegium (Piccolo Seminario Collegio-Convitto Vescovile di Nizza). Das Seminar bestand aus einem Haupt- und Nebengebäude und wurde zuerst von Diözesanpriestern geleitet, bis es 1866 an die Lazaristen (Vinzentiner) übergeben wurde. In den 1880er Jahren erfolgten umfangreiche bauliche Erweiterungen, das Seminar hatte zu dieser Zeit fast 300 Studenten. Mit dem Gesetz zur Trennung von Kirche und Staat wurden die Gebäude 1907 konfisziert und den städtischen Hospizen zugewiesen. In der Folge verschlechterte sich ihr baulicher Zustand zusehends, bis der Bischof Louis-Marie Ricard sie 1928 für eine Million Francs kaufte, um dort das Grand Séminaire einzurichten. Die Architekten des Restaurierungsprojekts waren Jules Febvre und Marius Déporta. Die Einweihung des Seminars mit seiner rosa Fassade und den grünen Fensterläden erfolgte 1931, die der Bibliothek einige Jahre später. Sie sollte nicht nur den Geistlichen, sondern auch Laien offenstehen. 1966 wurde das Seminar geschlossen, die Bibliothek blieb aber als öffentliche Bibliothek (Bibliothèque diocésaine de Nice) bestehen. Die modernen Bestände befinden sich im Maison du Séminaire am Boulevard Franck Pilatte, die historischen Bestände in den Räumlichkeiten des Historischen Archivs der Diözese in der Rue Vincent Fossat. Das ehemalige Hauptgebäude des Seminars ist heute ein Hotel (Le Saint-Paul).

Link: La Bibliothèque diocésaine de Nice

Freising: Dombibliothek

Freising: Barocksaal der Dombibliothek
Freising - Dombibliothek r Ort: Freising
Art: Wissenschaftliche Bibliothek
Baustil: Barock
Architekt: Johann Lorenz Hirschstötter
Fertiggestellt/Eröffnet: 1734
Fotograf: Jakob Werkmeister
Datierung (Karte): ca. 1911-1920

Die zentrale Bibliothek des Erzbistums München und Freising ist eine der größten kirchlichen Bibliotheken Deutschlands. Sie geht auf die Zeit der Gründung des Bistums Freising im 8. Jahrhundert zurück. Der Barocksaal der Bibliothek wurde in den Jahren 1732-34 an Stelle eines älteren Bibliotheksraums erbaut. Die in dem Saal befindliche Holzfigur des Gottes Apollo, des Schirmherrn der Musen, ist um 1780 entstanden und eventuell ein Werk des Bildhauers Franz Scheicher. Seit 1994 ist der umgebaute Marstall Hauptsitz der Bibliothek. Der bis heute unverändert erhaltene Barocksaal ist derzeit geschlossen, da die Bücher aufgrund von Bauschäden von Schimmel befallen sind und restauriert werden.

Link: Dombibliothek – Diözesanbibliothek des Erzbistums München und Freising
Link: Erzdiözese München und Freising – Archiv und Bibliothek – Schaufenster