Amiens: Bibliothèque Louis Aragon

Amiens: Bibliothèque Louis Aragon
Amiens Bibliotheque Louis Aragon r Ort: Amiens
Art: Öffentliche Bibliothek
Baustil: Klassizismus
Architekt: François-Auguste Cheussey
Fertiggestellt/Eröffnet: 1823
Verlag: Edition E. Harmignies
Signatur: 23
Datierung (Karte): ca. 1920er Jahre

Das klassizistische Gebäude wurde 1823 von dem Architekten François-Auguste Cheussey erbaut. Es sollte die umfangreichen Bestände aufnehmen, die der Stadt im Zuge der Enteignung von Klöstern während der Französischen Revolution zugefallen waren. (Ein erster Plan hatte vorgesehen, zu diesem Zweck das Rathaus um ein Stockwerk zu erhöhen). Die Bibliothek ist eine der ältesten öffentlichen Bibliotheken Frankreichs. Die Büste im Vordergrund zeigt den Bürgermeister von Amiens, Frédéric Petit (1836-1895). Sie stammt von dem Bildhauer Albert Roze und wurde 1897 aufgestellt. Im Jahr 1900 wurde das Hauptgebäude der Bibliothek um zwei Flügel erweitert. Heute trägt die Bibliothek den Namen des französischen Dichters und Schriftstellers Louis Aragon.

Link: Louis Aragon Library

Frankfurt am Main: Stadtbibliothek

Frankfurt am Main: Alte Stadtbibliothek
frankfurt_r Ort: Frankfurt am Main
Art: Öffentliche Bibliothek
Baustil: Klassizismus
Architekt: Johann F. Christian Hess
Fertiggestellt/Eröffnet: 1825
Verlag: Erste Frankfurter Tiefdruck-Gesellschaft
Signatur: 114 / 011568
Datierung (Karte): 1911-1920 (ca.)

Die Stadtbibliothek am Obermaintor wurde in den Jahren 1820-1825 erbaut und zählte zu den schönsten klassizistischen Bauwerken der Stadt; sie zierte die Promenade am nördlichen Mainufer an der Schönen Aussicht. Das Gebäude wurde anfangs auch als Archiv und Museum verwendet. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Bibliothek um zwei Magazinflügel erweitert. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude bei Bombenangriffen bis auf den Portikus komplett zerstört. In den 1990er Jahren wurde in Frankfurt heftig über eine historische Rekonstruktion der Alten Stadtbibliothek diskutiert („Frankfurter Säulenstreit“); nach dem im Jahr 2005 fertiggestellten Wiederaufbau (Architekt: Christoph Mäckler) wird sie heute vom Literaturhaus Frankfurt genutzt.

Link: Literaturhaus Frankfurt – Geschichte der Alten Stadtbibliothek

Charlottesville: University of Virginia

Charlottesville: University of Virginia, The Rotunda
Charlottesville: UNiversity of Virginia, The Rotunda Ort: Charlottesville
Art: Hochschulbibliothek
Baustil: Klassizismus
Architekt: Stanford White
Fertiggestellt/Eröffnet: 1826/1895
Person: Thomas Jefferson
Verlag: Louis Kaufmann & Sons
Signatur: Series 68
Datierung (Karte): 1921-1930 (ca.)

Die Universität von Virginia wurde 1819 auf Initiative von Thomas Jefferson gegründet. Jefferson, von 1801 bis 1809 der dritte amerikanische Präsident, war zusammen mit dem Architekten Benjamin Latrobe auch maßgeblich für die Gestaltung des Campus mit seinen klassizistischen Gebäuden verantwortlich. Das 1826 fertiggestellte Gebäude im Scheitelpunkt des hufeisenförmig umbauten Lawn, die Rotunda, ist das Wahrzeichen der Universität und gilt als eines der herausragendsten architektonischen Werke der Vereinigten Staaten. Als Vorbild diente das Pantheon in Rom. Nach einem verheerenden Brand im Jahr 1895 wurde die Rotunda nach Plänen von Stanford White in veränderter Form wiederaufgebaut. Die Karte zeigt den Innenraum der Rotunda um 1905. Ganz rechts ist die Jefferson-Statue von Alexander Galt zu sehen, die bei dem Brand gerettet worden war. Im Jahr 1938 bezog die Bibliothek ein neues Gebäude, heute wird die Rotunda als Festsaal genutzt.

Link: Encyclopedia Virginia: „The Architecture of the University of Virginia“

Wien: Österreichische Nationalbibliothek

Wien: Hofbibliothek, Augustiner-Lesesaal wien lesesaal r
Ort: Wien
Art: Nationalbibliothek
Fertiggestellt/Eröffnet: 1829
Verlag: Postkartenverlag Brüder Kohn
Signatur: 873
Gelaufen: 1915

Der Augustiner-Lesesaal befindet sich in dem der Hofbibliothek benachbarten ehemaligen Kloster der Augustiner-Barfüßer. 1829 wurde der Raum, in dem sich auch vorher eine Bibliothek befunden hatte, von der Hofbibliothek angemietet, da der Prunksaal nicht mehr genügend Platz für die Bestände bot. Das Deckengemälde „Parnaß und die vier Fakultäten“ stammt von Johann Bergl (1773, verändert 1775).

Link: https://www.onb.ac.at/bibliothek/sammlungen/handschriften-und-alte-drucke/ueber-die-sammlung/augustinerlesesaal/

Posen: Raczynski-Bibliothek

Posen: Raczynski-Bibliothek
posen-raczinski-bibliothek_r Ort: Poznań
Art: Öffentliche Bibliothek
Baustil: Klassizismus
Architekt: Charles Percier und Pierre-François Léonard Fontaine
Fertiggestellt/Eröffnet: 1829
Person: Edward Raczynski (1786-1845)
Signatur: 87472
Bemerkung: Feldpostkarte
Gelaufen: 1917

Die 1829 gegründete Raczynski-Bibliothek geht auf die Stiftung des Adligen und Publizisten Edward Raczynski (1786-1845) zurück, der damit zum Erhalt der polnischen Sprache und Literatur während der polnischen Teilung beitragen wollte. Die Bibliothek stand allen Bewohnern der Stadt ungeachtet ihrer Nationalität oder ihres Geschlechts offen und entwickelte sich bald zu einem Symbol der nationalen polnischen Kultur. Das klassizistische Gebäude am Freiheitsplatz (plac Wolnosci) wurde in den Jahren 1822-29 erbaut, die Vorderfassade mit den 12 Paar gusseisernen korinthischen Säulen ist der östlichen Fassade des Louvre nachempfunden. Es ist das erste eigens für die Unterbringung von Büchern errichtete Bauwerk in Polen. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Bibliothek zerstört, wobei fast der gesamte Buchbestand verlorenging. In den 1950er Jahren wurde sie wiederaufgebaut.