Bornem: Abtei Sankt Bernhard

Bibliotheek van de Sint-Bernardusabdij te Bornem
bornem_r Ort: Bornem
Art: Klosterbibliothek (Zisterzienser)
Architekt: Joseph Schadde
Fertiggestellt/Eröffnet: 1872
Verlag: Nels
Datierung (Karte): 1931-1940 (ca.)

 Die Abtei Sankt Bernhard in Bornem ist der Rechtsnachfolger der Zisterzienserabtei St. Bernhard an der Schelde in Hemiksem, die im Zuge der Französischen Revolution aufgelöst wurde. Die Zisterziensermönche kauften das ehemalige Dominikanerkloster in Bornem im Jahr 1836, bauten eine neue Kirche und richteten schrittweise die alten Klostergebäude wieder her. Der Bibliothekstrakt wurde 1872 nach Entwürfen des Architekten Joseph Schadde (1818-1894) fertiggestellt. Es ist eine der bedeutendsten Bibliotheken für das kulturelle Erbe der Provinz Antwerpen. Die Ansichtskarte zeigt noch den ursprünglichen Zustand des Raums mit den beiden Reihen durchlaufender hölzerner Lesepulte, auf denen man die schweren Folianten ablegen konnte.

Link: Bibliothek der Abtei Sankt Bernhard in Bornem

Jena: Universitätsbibliothek

Jena: Universitätsbibliothek
jena_r Ort: Jena
Art: Hochschulbibliothek
Baustil: Neorenaissance
Architekt: Carl Heinrich Ferdinand Streichhan
Fertiggestellt/Eröffnet: 1858
Verlag: Stengel & Co.
Signatur: 37697
Datierung (Karte): 1901-1910 (ca.)

Das Gebäude am Rande des fürstlichen Lustgartens (Fürstengraben) entstand Mitte des 19. Jahrhunderts durch den Umbau eines alten Kornhauses (Zinsgetreidescheune des Großherzoglichen Rentamtes). Der Architekt war Carl Heinrich Ferdinand Streichhan (1814-1884), ein Schüler von Karl Friedrich Schinkel und seit 1848 Oberbaudirektor des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach. Das Gebäude im Stil der italienischen Frührenaissance wurde 1858 zum 300-jährigen Jubiläum der Universität eingeweiht, es galt damals als eines der modernsten Bibliotheksgebäude in Deutschland. Am 9. Februar 1945 wurde das Gebäude durch Bomben zerstört, dabei starben 16 Menschen, unter ihnen auch der Direktor der Bibliothek. In den Jahren 1998-2001 entstand an derselben Stelle das jetzige Hauptgebäude der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek (ThULB).

Link: Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena: Objekt des Monats

Chicago: Newberry Library

Chicago: Newberry Library
chicago_r Ort: Chicago
Art: Wissenschaftliche Bibliothek
Baustil: Neoromanik
Architekt: Henry Ives Cobb (1859-1931)
Fertiggestellt/Eröffnet: 1893
Person: Walter Loomis Newberry (1804-1868)
Verlag: Koelling & Klappenbach
Signatur: 8114
Bemerkung: Private Mailing Card
Gelaufen: 1901

Die Newberry Library ist eine 1878 gegründete geisteswissenschaftliche Forschungsbibliothek, die auf eine Schenkung des Geschäftsmanns und Philanthropen Walter L. Newberry zurückgeht. Ihr Schwerpunkt liegt in den Geisteswissenschaften, insbesondere der amerikanischen und europäischen Kulturgeschichte und Literatur. Das 1893 eröffnete neoromanische Gebäude („Spanish-Romanesque“) wurde von dem Architekten Henry Ives Cobb entworfen.

Link: Newberry Library (Chicago Sunday Tribune, 12. November 1893)
Link: Newberry Library – History

Mannheim: Schlossbibliothek

Schloss Mannheim: Schlossbibliothek
mannheim_r Ort: Mannheim
Art: Schlossbibliothek
Baustil: Barock
Architekt: Nicolas de Pigage
Fertiggestellt/Eröffnet: 1756
Verlag: Franz Walter
Fotograf: Hubert Lill (1863-1934)
Signatur: Mhm. 25
Gelaufen: 1915

Mit dem Bau des Barockschlosses Mannnheim, der Residenz der Kurfürsten von der Pfalz, wurde im Jahr 1720 begonnen. Unter Kurfürst Karl Theodor wurde als letzter Abschnitt der Ostflügel ausgebaut. Darin befindet sich der große Bibliothekssaal, der 1756 von dem Rokoko-Architekten Nicolas de Pigage konzipiert wurde. Das Deckengemälde „Chronos entschleiert die Wahrheit“ stammt von Lambert Krahe, weitere Deckenmalereien von Philipp Hieronymus Brinckmann. Die Bibliothek war eine der größten Hofbibliotheken ihrer Zeit und gilt als eine der letzten Bibliothekssäle innerhalb einer deutschen Schlossanlage. Beim Übergang Mannheims an Baden im Jahre 1803 wurden ihre Bestände größtenteils nach München gebracht. Im zweiten Weltkrieg wurde der Bibliothekssaal zerstört. Heute dient der Saal als Aula der Universität.

Link: Stadtarchiv Mannheim – Institut für Stadtgeschichte (Blog mit historischen Fotos)

Paterson: Danforth Memorial Library

Paterson: Danforth Memorial Library
paterson_r Ort: Paterson
Art: Öffentliche Bibliothek
Baustil: Neoklassizismus
Architekt: Henry Bacon
Fertiggestellt/Eröffnet: 1905
Person: Mary Danforth Ryle (1833-1904)
Verlag: Raphael Tuck & Sons
Signatur: 2207
Gelaufen: 1906

Die älteste öffentliche Bibliothek von New Jersey wurde 1885 gegründet. Mary Danforth Ryle, Tochter des Industriellen Charles Danforth, hatte bereits das elterliche Haus als erstes Bibliotheksgebäude gestiftet. Dieses fiel 1902 einem Brand zum Opfer, daraufhin stiftete sie die Mittel für einen Neubau, der 1905 eröffnet wurde. Architekt war Henry Bacon, der auch das Lincoln Memorial in Washington entwarf.

Link: Paterson Free Pubic Library – Library History

Gießen: Universitätsbibliothek

Gießen: Universitätsbibliothek
Giessen_r Ort: Gießen
Art: Hochschulbibliothek
Baustil: Jugendstil/Neobarock
Fertiggestellt/Eröffnet: 1904
Verlag: Trinks  Co.
Signatur: 14
Gelaufen: 1934

Die 1904 erbaute Universitätsbibliothek an der Bismarck- und Kelperstraße, architektonisch eine Mischung aus Jugendstil und Neubarock. Das Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört.

Link: Geschichte der Universitätsbibliothek Gießen

Padua: Biblioteca Antoniana

Padua: Biblioteca Antoniana, Salone Settecentesco
padua_r Ort: Padua
Art: Klosterbibliothek
Baustil: Barock
Fertiggestellt/Eröffnet: 15. Jahrhundert/ca. 1700
Verlag: Sezione Edizioni d’Arte (S.E.D.A.) / Grafia
Fotograf: Luciano Morpurgo (1868-1971)
Signatur: 75; 6×478
Bemerkung:
Datierung (Karte): 1931-1940 (ca.)

Die Biblioteca Antoniana befindet sich über einem Kreuzgang der Basilika des Heiligen Antonius in Padua. Der Salone Settecentesco stammt aus dem 15. Jahrhundert, die Innenausstattung aus der Zeit um 1700. Das Deckengemälde ist von Giovanni Antonio Pellegrini, die beiden Globen von Vincenzo Maria Coronelli.

Link: Luciano Morpurgo
Link: Pontificia Biblioteca Antoniana