Leipzig: Universitätsbibliothek

Universitätsbibliothek Leipzig
leipzig_universitaetsbibliothek_r Ort: Leipzig
Art: Universitätsbibliothek
Baustil: Neorenaissance
Architekt: Arwed Roßbach
Fertiggestellt/Eröffnet: 1891
Verlag: Zedler & Vogel
Signatur: 824
Gelaufen: 1900

1891 wurde der Neubau der „Bibliotheca Albertina“ nach Entwürfen von Arwed Roßbach im Stil der Neorenaissance eingeweiht. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude weitgehend zerstört, 1994-2002 wurde die Bibliothek wiederhergestellt und erweitert.

Athen: Nationalbibliothek

Athen: Nationalbibliothek
athen-nationalbibliothek_r Ort: Athen
Art: Nationalbibliothek
Baustil: Klassizismus
Architekt: Theophil Hansen
Fertiggestellt/Eröffnet: 1903
Verlag: Dr. Trenkler & Co.
Signatur: 69350
Datierung (Karte): 1911-1920 (ca.)
Gelaufen: ca. 1920er Jahre

Kurz nachdem Griechenland unabhängig geworden und der Regierungssitz 1834 nach Athen verlegt worden war, begann unter König Otto das ambitionierte Bauprojekt dreier streng klassizistischer Gebäude, die das neue geistige Zentrum des jungen Staates bilden sollten. Die Pläne für die „Athener Trilogie“ an der Panepistimiou-Straße stammten von dem dänsich-österreichischen Architekten Theophil Hansen. Nach Universität und Akademie wurde als letztes von 1885 bis 1891 das Gebäude für die 1832 gegründete Nationalbibliothek erbaut, gestiftet von dem Reeder und Mäzen Panayis Vagliano. Sie wurde 1903 eröffnet.

Link: Theophil Hansen im „Architektenlexikon Wien 1770 – 1945″

Trier: Stadtbibliothek

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Ort: Trier
Art: Öffentliche Bibliothek
Baustil: Renaissance
Fertiggestellt/Eröffnet: 1614
Verlag: Staatliche Bildstelle / Deutscher Kunstverlag
Signatur: Tr40
Datierung (Karte): 1951-1960 (ca.)

Lesesaal im ehemaligen Jesuiten-Kolleg (1611-14). 1779 wurde die Bibliothek des Jesuiten-Kollegs mit der des Bischöflichen Priesterseminars vereinigt. 1798 wurde das Seminar im Zuge des Einmarschs französischer Revolutionstruppen aufgelöst, Jesuitenbibliothek und Universitätsbibliothek gingen 1804 in der Stadtbibliothek auf. Bis 1957 blieb diese in dem Gebäude, heute gehört der Lesesaal wieder zum Bischöflichen Priesterseminar. Das Globenpaar von Marco Vincenzo Coronelli stammt von Ende des 17. Jahrhunderts.

Zwittau: Ottendorfer’s Volks-Bibliothek

Zwittau: Ottendorfer’s Volks-Bibliothek zwittau-ottendorfers_volksbibliothek_r
Ort: Svitavy
Art: Öffentliche Bibliothek
Baustil: Historismus
Fertiggestellt/Eröffnet: 1892
Person: Valentin Oswald Ottendorfer (1826-1900)
Verlag: Mehner & Maas
Signatur: 7901
Bemerkung: Korrespondenz-Karte
Gelaufen: 1912

Die Öffentliche Bibliothek von Zwittau (Svitavy) wurde 1892 mit Mitteln des Journalisten und Mäzens Valentin Oswald Ottendorfer (1826-1900) erbaut, der aus Zwittau stammte und nach der Revolution von 1848/1849 in die USA ausgewandert war. Das Gebäude im Stil des Historismus ist nach dem Vorbild amerikanischer Bibliotheken erbaut. Die Öffentlichen Bibliotheken in Amerika hatten Ottendorfer stark beeindruckt und standen nicht nur architektonisch Pate, sondern auch bei der Einrichtung sogenannter „Wanderbibliotheken“ zur Versorgung der Landgemeinden. Mit der Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg verlor die Bibliothek an Bedeutung. Heute befindet sich in dem Gebäude ein Esperanto-Museum.

Birkenhead: Free Library

Birkenhead: Free Library
birkenhead free library r Ort: Birkenhead
Art: Öffentliche Bibliothek
Architekt: James Fisher
Fertiggestellt/Eröffnet: 1864
Verlag: Valentins’s Co.
Gelaufen: 1916

Die Öffentliche Bibliothek in Birkenhead ist eine der ältesten des Landes. Sie wurde 1856 eröffnet, 1861 hatte sie bereits 130.000 Benutzer im Jahr, darunter 80.000 aus der Arbeiterklasse. Ein neues Gebäude wurde 1864 in der Hamilton Street eröffnet, Architekt war James Fisher. Dieses Gebäude ist auf der Karte zu sehen. 1909 bezog die Bibliothek ein anderes Gebäude in der Albion Street. Mitte der 1930 Jahre wurde das Gebäude in der Hamilton Street abgerissen, um Platz für einen umstrittenen Tunnel zu machen.

Link: Birkenhead (Historische Beschreibung)

Schloss Chantilly

Bibliothek von Schloss Chantilly
schloss chantilly r Ort: Chantilly
Art: Privatbibliothek
Fertiggestellt/Eröffnet: 1877
Person: Henri d’Orléans, duc d’Aumale (1822-1897)
Verlag: Editions d’art Yvon
Signatur: 14
Datierung (Karte): nach 1919

Das Schloss wurde um 1560 für den Pair und Marschall von Frankreich, Anne de Montmorency, im Stil der französischen Renaissance erbaut. Während das große Schloss in der Französischen Revolution weitgehend zerstört und im 19. Jahrhundert wiederaufgebaut wurde, ist das kleine Schloss heute unverändert erhalten. Hier ließ der Herzog von Aumale, ein Kunstsammler und Bibliophile, 1876-77 die Bibliothek einrichten. Der Raum wurde bewusst nüchtern gehalten, um die Bücher in ihren verschiedenen Einbänden besser zur Geltung zu bringen. Glanzstück der Sammlung Aumales ist das berühmte Stundenbuch des Herzogs von Berry („Très Riches Heures“) aus dem 15. Jahrhundert.

Wien: Hofbibliothek

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Ort: Wien
Art: Nationalbibliothek
Baustil: Barock
Architekt: Joh. Bernh. Fischer von Erlach
Fertiggestellt/Eröffnet:1726
Fotograf: Bruno Reiffenstein
Druck: Ohwala’s Druck
Datierung (Karte): 1921-1930 (ca.)

Für die Hofbibliothek, deren Ursprung in der kaiserlichen Bibliothek des Mittelalters liegt, ließ Kaiser Karl VI. zu Beginn des 18. Jahrhunderts eigens einen neuen Trakt an die Hofburg anbauen. 1726 wurde der Prunksaal fertiggestellt, der von Johann Bernhard Fischer von Erlach begonnen und nach dessen Tod von seinem Sohn vollendet wurde. 1769 wurde das Gebäude verstärkt, um einen wegen des Gewichts der Bücher drohenden Einsturz zu verhindern. Der Prunksaal erinnert als Zentralbau mit einer Kuppel an einen Musentempel und greift damit Leibnitzsches Gedankengut für den Bau einer Bibliothek auf. Architektonisch orientiert sich der Raum, der oft als schönster historischer Bibliothekssaal der Welt bezeichnet wird, an der Königlichen Bibliothek des Escorial in Madrid. Die Deckenfresken stammen von Daniel Gran und stellen den Triumph der Gelehrsamkeit über Neid und Unwissen dar.

Link: Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek

Posen: Raczynski-Bibliothek

Posen: Raczynski-Bibliothek
posen-raczinski-bibliothek_r Ort: Poznań
Art: Öffentliche Bibliothek
Baustil: Klassizismus
Architekt: Charles Percier und Pierre-François Léonard Fontaine
Fertiggestellt/Eröffnet: 1829
Person: Edward Raczynski (1786-1845)
Signatur: 87472
Bemerkung: Feldpostkarte
Gelaufen: 1917

Die 1829 gegründete Raczynski-Bibliothek geht auf die Stiftung des Adligen und Publizisten Edward Raczynski (1786-1845) zurück, der damit zum Erhalt der polnischen Sprache und Literatur während der polnischen Teilung beitragen wollte. Die Bibliothek stand allen Bewohnern der Stadt ungeachtet ihrer Nationalität oder ihres Geschlechts offen und entwickelte sich bald zu einem Symbol der nationalen polnischen Kultur. Das klassizistische Gebäude am Freiheitsplatz (plac Wolnosci) wurde in den Jahren 1822-29 erbaut, die Vorderfassade mit den 12 Paar gusseisernen korinthischen Säulen ist der östlichen Fassade des Louvre nachempfunden. Es ist das erste eigens für die Unterbringung von Büchern errichtete Bauwerk in Polen. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Bibliothek zerstört, wobei fast der gesamte Buchbestand verlorenging. In den 1950er Jahren wurde sie wiederaufgebaut.

Epinal: Maison romaine

Epinal: Maison romaine
epinal_bibliotheque_maison_romaine_r Ort: Epinal
Art: Öffentliche Bibliothek
Architekt: Jean Boussard
Fertiggestellt/Eröffnet: 1892
Person: Madame Leclerc-Morel
Verlag: Levy & Neurdein Reunis
Signatur: 23
Bemerkung: Ein hinter dem Gebäude befindlicher Schornstein ist auf der Karte wegretuschiert
Datierung (Karte): 1920-32

Das Gebäude wurde 1892 von dem Architekten Jean Boussard für eine reiche Erbin errichtet. Dem Zeitgeschmack gegen Ende des 19. Jahrhunderts folgend, wurde es im Stil einer pompejanischen Villa erbaut, einschließlich Atrium und Wandgemälden. Das Vermögen von Madame Leclerc-Morel reichte jedoch für den Bau nicht aus, und so kaufte die Stadt Epinal das Gebäude 1902 und richtete dort die Öffentliche Bibliothek ein. Nach dem Kauf durch die Stadt wurde das Römische Haus umgebaut, der Wintergarten vollendet und ein Rosengarten angelegt. Heute ist das Ensemble nahezu so erhalten wie auf der Karte abgebildet. Der Rosengarten umfasst über 6000 Rosen in über 500 Sorten. Die Bestände der Bibliothek zogen 2008 in einen Neubau.

Prag: Kloster Strahov, Theologische Saal

Prag: Kloster Strahov, Theologische Saal
prag_strahov_theologischer_saal_r Ort: Prag
Art: Klosterbibliothek (Prämonstratenser)
Baustil: Barock
Architekt: Giovanni Domenico Orsi de Orsini
Fertiggestellt/Eröffnet: 1679
Verlag: Orbis
Signatur: 1-3496-1405 F 27686
Datierung (Karte): 1961-1970 (ca.)

Kloster Strahov im Prager Stadtteil Hradschin (Hradcany) ist eine Prämonstratenser-Abtei, deren Gründung im 12. Jahrhundert erfolgte. Der Saal der Klosterbibliothek – der heutige „Theologische Saal“ – entstand in den Jahren 1671 bis 1679 nach Plänen von Giovanni Domenico Orsi de Orsini, der zu den bedeutendsten Künstlern des Frühbarocks in Böhmen zählt. In den 1720er Jahren wurde der Saal erweitert und mit Fresken ausgestattet. Die Bücherschränke stammen aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Zu den Schätzen der Bibliothek zählt das Strahov-Evangeliar aus dem 9. Jahrhundert, das wegen seiner Evangelisten-Darstellung von herausragender kunstgeschichtlicher Bedeutung ist.