Oxford: Oriel College Library

Oxford: Oriel College Library (James Wyatt 1795)
Oxford Oriel College Library r Ort: Oxford
Art: Hochschulbibliothek
Baustil: Klassizismus
Architekt: James Wyatt
Fertiggestellt/Eröffnet: 1795
Person: Edward Leigh (1742-1786)
Verlag: Francis Frith & Co.
Signatur: 64081
Datierung (Foto): 1912

Ein Erkerfenster wird im Englischen als Oriel Window bezeichnet, ein Wort, das auf das anglonormannische oriell bzw. das spätlateinische oriolum zurückgeht. Auch Oriel College in Oxford führt seinen Namen darauf zurück, genauer gesagt auf ein mittelalterliches Anwesen, das nach einem solchen Fenster La Oriole hieß, und das König Edward III. dem College im Jahr 1329 schenkte. Zuvor hatte es einem Neffen von Eleonore von Kastilien, der ersten Ehefrau von Edward I., gehört.

Die Karte zeigt die klassizistische Senior Library von Oriel College, die sich im ersten Stock eines von James Wyatt entworfenen Gebäudes befindet. Der Bau war nötig geworden, nachdem sich der Bestand der Bibliothek durch eine Schenkung auf einmal verdoppelt hatte: Edward Leigh, 5. Baron Leigh und Bibliophiler, hatte seine ca. 1000 Bände umfassende Bibliothek dem College vermacht. Er war 1786 ohne Nachkommen verstorben, nachdem er einige Jahre zuvor als Lunatick of unsound mind für unmündig erklärt worden war.

Im Jahr 1949 kam es in der Bibliothek zu einem Brand, bei dem jedoch nur relativ geringer Schaden entstand. Percy G. Sheppard, der Head Porter, hatte noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr zwei Menschenketten organisiert, eine zur Rettung der Bücher und eine zum Löschen des Brandes. Dem Feuer fielen ca. 300 Bücher und einige Manuskripte zum Opfer, mehr als 3000 Bände konnten anschließend restauriert werden.

Link: History of the Library
Link: M. Davies: Cometh the Moment (Artikel über den Brand der Bibliothek)

Autor: bradwardine42

Collector of Library Postcards. Interested in Genealogy, History, Nature, Literature, Music (especially Schütz, Bach, Handel, Haydn, Beethoven, Schubert, Schumann, Mendelssohn, Brahms, Elgar, Dvorak, Chopin, Bruckner and many more...)

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