Stift Klosterneuburg: Stiftsbibliothek

Stift Klosterneuburg: Stiftsbibliothek, Kuppelsaal Stift_Klosterneuburg_Bibliothek_r
Ort: Klosterneuburg
Art: Klosterbibliothek
Baustil: Klassizismus
Architekt: Josef Kornhäusel
Fertiggestellt/Eröffnet: 1842
Fotograf: Adolf Bernhard
Datierung (Karte): vor 1909

Das Augustiner-Chorherrenstift Klosterneuburg geht auf eine Stiftung aus dem 12. Jahrhundert zurück. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts sollte das Stift zu einem gigantischen Palastkomplex nach dem Vorbild des Escorial umgebaut werden. Von den imperialen Plänen Kaiser Karls VI., des Vaters von Maria Theresia, wurde nur etwa ein Viertel ausgeführt. Der von einer Kuppel gekrönte Lesesaal der Bibliothek stammt jedoch nicht aus dem Barock, sondern wurde in den Jahren 1834-42 von dem Architekten Josef Kornhäusel im klassizistischen Stil ausgestattet. Kornhäusel gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des Klassizismus, romantischen Historismus und des Biedermeier in Österreich. Die Bibliothek von Stift Klosterneuburg umfasst etwa 300.000 Bände und ist die größte wissenschaftliche Privatbibliothek Österreichs.

Die Karte trägt auf der Bildseite den Prägestempel „Adolf Bernhard Wien-Klosterneuburg“. Dabei dürfte es sich vermutlich um den im Wiener Burgtheater tätigen Photographen Adolf Bernhard (1855–1935) handeln, einen Vetter des bekannten Schauspielers Joseph Kainz. Bernhard lebte in Klosterneuburg und war ursprünglich Blumen- und Stillleben-Maler sowie Musterzeichner. (Quelle: Ulrich Hermanns: Josef Kainz und die Fotografie)

Link: Stift Klosterneuburg – Die Bibliothek des Stifts
Link: Austria-Forum: Josef Kornhäusel

Autor: bradwardine42

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